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Willenbücher zum Stahlwerkbrücken-Bau: „Es war damals eine spannende Zeit“

Peine Willenbücher zum Stahlwerkbrücken-Bau: „Es war damals eine spannende Zeit“

Peine. Die Peiner Stahlwerkbrücke ist ein Koloss aus Beton und Stahl und dennoch bedurfte es filigraner Feinarbeit, bis sie vor genau zehn Jahren befahren werden konnte - und dies nicht nur aus technischer Sicht. „Es war auch administrativ damals eine spannende Zeit“, erinnert sich Udo Willenbücher, langjähriger Stadtdirektor und erster hauptamtlicher Bürgermeister in Peine. Einiges wurde auf den letzten Drücker zu Wege gebracht.

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Udo Willenbücher, früherer Peiner Bürgermeister.

Quelle: jti

Schon bei der Ausschreibung der Planung gab es Unstimmigkeiten. Zwei Bewerber gingen ins Rennen - und nachdem die Stadt sich für einen entschieden hatte, ging der Unterlegene vor die Kammer. „Wir haben trotzdem weitergemacht, um keine Zeit zu verlieren“, erklärt Willenbücher. „Ein abschätzbares Risiko, die Stadt hat später Recht bekommen, dass die Ausschreibung ordnungsgemäß war.“

Eine „Riesennummer“ sei der erste Einschub der Stahlfachwerkbrücke gewesen, sagt der heute 69-Jährige. Er ging in der Nacht vom 1. auf den 2. März 2003 über die Bühne, weil die elektrischen Oberleitungen abgeschaltet und die Züge umgeleitet werden mussten. Auf vier Rollwagen wurde das 105 Meter lange Teil über eine 56 Meter lange Strecke bis auf den Mittelpfeiler eingeschoben. „Kurz vor dem Ziel gab es technische Probleme, es ging um Millimeter.“ Zum Glück konnten die Schwierigkeiten schnell behoben werden. Damals verfolgten rund 600 Schaulustige das nächtliche Spektakel. Der zweite Einschub erfolgte vom 29. auf den 30. März, bei dem die Brücke weitere 54 Meter über die Stahlwerksgleise in die endgültige Position gebracht wurde.

„Es stellte sich auch die Frage, was mit der maroden Ostrandstraße geschehen sollte - sanieren oder so lassen“, schildert der frühere Bürgermeister. Da der Brückenbau kostengünstiger gelang, war noch Geld da. „So wurde die Ostrandstraße bis zur Gunzelinstraße mit einer neuen Decke versehen. Und auch die komplette Beschilderung für die neue Verkehrsführung haben wir rechtzeitig hingekriegt.“

Bei den Ampeln an der Brücke habe es sich um die ersten „intelligenten Ampeln“ in Peine gehandelt, erwähnt Willenbücher. Diese erkennen das Verkehrsaufkommen und schalten dementsprechend von selbst. „Das alles in der knappen Zeit so gut geklappt hat, lag auch an der Kreativität der Mitarbeiter im Rathaus“, betont der 69-Jährige. „Allen voran Hans-Jürgen Tarrey und Petra Krefeld.“

jti

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