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Wilddieb trennt Kopf von Rehbock ab

Schmedenstedter Nordholz Wilddieb trennt Kopf von Rehbock ab

Grausiger Fund im Schmedenstedter Nordholz: Ein unbekannter Wilddieb hat einen Rehbock erlegt, unfachmännisch Kopf sowie Vorderläufe abgetrennt und mitgenommen. Obwohl sich Jagdpächter Carsten Heuer auf die Lauer legt, ist der Rest des getöteten Tieres am nächsten Morgen verschwunden. Von den Tätern fehlt bislang jede Spur.

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Unweidmännisch hat der gesuchte Wilddieb den Kopf des Rehbocks abgeschnitten. Der Rest des Tieres wurde nachts abgeholt.

Quelle: Privat

Peine. Es ist Dienstag, 15. Dezember: Zwischen 8 und 11 Uhr zerreisst mindestens ein Schuss die Stille im Schmedenstedter Nordholz. Vermutlich mit einer großkalibrigen Büchse hat ein Unbekannter im Jagdrevier in der Schmedenstedter Feldmark einen Rehbock erlegt.

„Ich war gerade zum Holzauszeichnen unterwegs, als ich das Wundbett voller Schweiß entdeckte“, sagt Heuer und meint damit die Stelle, wo das Tier tödlich getroffen und das Blut verspritzt worden war. Er benachrichtigt die Pächter der angrenzenden Reviere – dort hat aber niemand geschossen. „Ich bin mit einem Jagdkollegen und dessen Gebrauchshund das Gebiet abgegangen und habe den Rehbock an einer Buche, versteckt unter Laub, schließlich gefunden“, erzählt der Schmedenstedter.

Der Kopf des Tieres war abgetrennt, die Vorderläufe ebenfalls, der halbe Rücken verschwunden. „Ein Jager war das nicht“, ist sich Heuer sicher, „der hätte das sauberer gemacht.“ Das Tier ist ausgeweidet, die Totenstarre noch nicht eingetreten. „Es muss an jenem Vormittag erlegt worden sein.“ Und: „Jemand muss den Wilddieb gestört haben, sonst hätte er das Tier abtransportiert.“ Offensichtlich habe die Zeit gefehlt, den Rehbock zu zerlegen und in handlichen Plastiktüten mitzunehmen. „Der Wald hat Ohren und Augen, das steht fest“, sagt der Jagdpächter.

Heuer und sein Kollegen wollen es wissen: Um 16 Uhr schlagen sie sich ins Dickicht, verstecken sich, warten auf den Wilddieb, der sicherlich noch den Rest des Tieres holen will. „Es war furchtbar kalt, wir haben bis tief in den Abend ausgeharrt, aber schließlich aufgegeben.“ Gleich am nächsten Morgen kehrt Heuer an die Stelle zurück, wo das Tier versteckt war – nichts. „Der Wilddieb muss es in der Nacht geholt haben“, sagt heuer. „Ein Fuchs oder Wildschwein hätten Spuren hinterlassen, aber das Wildbret ist vom Boden aufgenommen und abtransportiert worden.“

Wieder kommt der Gebrauchshund zum Einsatz und Heuer wundert sich: „Anstatt heraus führt die Fährte in den Wald hinein, auf einem befestigten Hauptweg hat der Hund die Spur verloren.“ Also jemand, der sich im Schmedenstedter Nordholz auskennt? „Ich wüsste niemanden im Ort, der so etwas machen würde“, sagt Heuer. „Wir Jäger haben auch niemanden aus unseren Reihen vergrault oder ausgeschlossen, der sich jetzt rächen könnten.“

Ihm geht es nicht um den materiellen Wert des Rehbocks: „Geschätzt hatte er 11 bis 15 Kilo, im Stück kostet das Kilo 3,50 bis 4 Euro, das ist zu verschmerzen“, sagt er. „Was wir aber nicht wollen ist, dass hier jemand durch den Wald läuft und mit einem Gewehr umherschießt“, sagt der Jagdpächter. „Das ist gefährlich, auch für Spaziergänger.“ Auch aus diesem Grund hat er sich schließlich entschlossen, den Fall doch noch bei der Polizei anzuzeigen.

Jagdwilderei anzeigen

Hierbei wurde bekannt, dass es in den vergangenen Wochen und Monaten zu wiederholten Jagdwildereien in der Region gekommen sei. „Es konnte sich auch niemand mehr genau erinnern, wann es zu den Zwischenfällen gekommen war“, sagte Polizeisprecher Peter Rathai.

Die Polizei bittet daher Zeugen, die in der genannten Zeit verdächtige Beobachtungen gemacht oder sogar den Schuss gehört haben, sich mit der Polizei in Peine, Telefon 05171/ 9990, in Verbindung zu setzen. Außerdem ruft die Polizei dazu auf, Jagdwildereien umgehend anzuzeigen, „um weiteren Taten begegnen zu können“.

Michael Schröder

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