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Wie sieht die Zukunft der Grundschulen aus?

Peine Wie sieht die Zukunft der Grundschulen aus?

Für die Ortschaften Dungelbeck, Schmedenstedt und Woltorf soll es künftig ein „qualitativ gutes Schulsystem in Form einer Ganztagsschule“ geben. Dafür hat sich der Arbeitskreis Schulentwicklung in seiner Sitzung am Donnerstagabend ausgesprochen.

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Stadtrat Friedhelm Seffer (links) und Schulamtsleiter Thomas Witschel sprachen mit der PAZ über die Schulentwicklung.

Quelle: mic

Wo der Standort sein wird, ist noch nicht entschieden. Die Verwaltung wird nun beauftragt, Alternativen zu prüfen und dafür Planung und Kosten aufzubereiten, die der Entscheidungsfindung zu Grunde gelegt werden können. Der Arbeitskreis will nach Vorliegen der Pläne und Kosten eine Empfehlung abgeben, die dann in den politischen Gremien behandelt werden soll.

Zur Vorgeschichte: Am 11. November 2013 wurde im Rat der Stadt Peine ein umfangreiches Papier zur Schulentwicklung vorgelegt, woraufhin der gleichnamige Arbeitskreis gebildet wurde. Dieser traf sich erstmals vor genau einem Jahr zur Bestandsaufnahme. Es folgten mehrere Besichtigungstermine, unter anderem der Grundschulen in Stederdorf, Vöhrum, Dungelbeck, Schmedenstedt und Woltorf. Daraus resultierten schließlich auch die Empfehlungen zum Neubau der Grundschule in Stederdorf und der Sanierung der Hainwaldschule in Vöhrum. Beide Projekte sollen voraussichtlich bis 2017 abgewickelt sein. In der jüngsten Sitzung des Arbeitskreises wurde nun der Handlungsbedarf an den Schulstandorten Dungelbeck, Schmedenstedt und Woltorf erörtet.

In die Karten gespielt haben der Stadt Peine bei der Planung die Lockerung der Vorgaben für die inklusive Beschulung durch das Land Niedersachsen. Nach bisherigem Stand hätten sämtliche Grundschulen bis 2018 für die Inklusion angepasst werden müssen, teils mit erheblichem finanziellen Aufwand. Diese Zeitvorgabe ist zuletzt auf 2024 verschoben worden. „Damit ist das enge zeitliche Korsett wieder etwas aufgebrochen worden“, sagte Schulamtsleiter Thomas Witschel im Gespräch mit der PAZ. Offen ist noch, ob es möglicherweise ausreicht, die größeren Schulen für die inklusive Beschulung auszubauen. In diesem Fall wäre Peine schon gut im Rennen – weil der Ausbau für die Inklusion meist mit dem Ausbau zu einer Ganztagsgrundschule einhergeht.

Stadtrat Friedhelm Seffer weist in diesem Zusammenhang auf das Wahlrecht für Kinder hin, die eine Ganztagsgrundschule besuchen wollen. Bedeutet: Wer eine Ganztagsgrundschule vor Ort hat, muss diese besuchen. Gibt es aber keine vor Ort, und das Kind soll ganztags betreut werden, darf eine Ganztagsgrundschule im Einzugsbereich der Stadt (möglichst naheliegend) ausgewählt werden. Insofern, so Seffer, könne es perspektivisch auch zu einer Art Qualitätsbewertung der Grundschulen kommen.

Stadtrat Seffer: „Ziel der Stadt Peine ist es, bei der Schulentwicklung zu einer für alle Beteiligten guten Lösung zu kommen. Deshalb gehen wir dieses Thema auch nicht nach rein wirtschaftlichen Aspekten an. Gerade im Fall der Standorte Schmedenstedt, Dungelbeck und Woltorf würden sich die Kosten wohl mittelfristig die Waage halten – egal ob es einen Standort für die drei Ortschaften oder eben weiterhin drei Standorte gibt. Uns geht es aber schon um die schulisch qualitativ beste Lösung. Und die gibt es eben nur mit einer Ganztagsgrundschule, da sie insgesamt deutlich bessere organisatorische Möglichkeiten hat. Zwingenden Handlungsbedarf, eine Schule im Stadtgebiet zu schließen sehen wir dennoch derzeit nicht.“

Zu den drei aktuell diskutierten Standorten im Hinblick auf die Forderung des Arbeitskreises Schulentwicklung erklärten Seffer und Witschel: Die Grundschule in Woltorf wäre für einen zentralen Schulstandort zu klein. Das Gebäude erstreckt sich über viele Ebenen, der Sportplatz liegt auf der anderen Seite der Ortschaft. Zu Schmedenstedt: Die Grundschule verfügt über eine Mehrzweckhalle, die für Sport geeignet ist, insgesamt sind die räumlichen Möglichkeiten dort aber begrenzt. Dungelbeck: an dem Gebäude wären umfangreiche Umbauten notwendig, aber auch möglich. Insgesamt steht viel Platz zur Verfügung. Es gibt genügend Freiflächen, ein Jugendzentrum und einen Sportplatz in direkter Nähe. Die Mehrzahl der Schüler kommt derzeit aber aus der Grundschule Unterm Regenbogen, die sich auf die Standorte Schmedenstedt (1. und 2. Klasse) und Woltorf (3. und 4. Klasse) verteilt. Eine Ganztagsbetreuung an allen drei Standorten schließt die Verwaltung aber aus. Seffer: „Dafür sind eine Mensa und AG-Angebote nötig.“ Für kleine Schulen, die zum Teil einzügig sind oder werden können, mache das keinen Sinn.

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