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Werden an Schulen falsche Inhalte gelehrt?

Peine Werden an Schulen falsche Inhalte gelehrt?

Kreis Peine. Eine heftige Debatte über die mangelnden Lerninhalte des deutschen Schulsystems hat eine Kurznachricht bei Twitter ausgelöst.

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Naina.

Quelle: oh

Peine. Die 17-jährige Kölnerin Naina schrieb vor einigen Tagen: „Ich bin fast 18 und hab keine Ahnung von Steuern, Miete oder Versicherungen. Aber ich kann ’ne Gedichtsanalyse schreiben. In 4 Sprachen.“ Die PAZ hat mehrere Peiner Schulleiter zu diesem Thema befragt.

- Jürgen Tüpker, Schulleiter des Vechelder Julius-Spiegelberg-Gymnasiums, sagt: „Auf der einen Seite kann ich nur mein Verständnis gegenüber der jungen Kölnerin ausdrücken, da wir wegen der kurzen Zeit und auch der Bindung an den Lehrplan nur noch wenige Möglichkeiten haben, den Schülern praktische Dinge wie Miete und Versicherungen beizubringen. Auf der anderen Seite kann die Schule aber auch nicht für jede Frage eine Antwort bereitstellen. Die Schule vermittelt den Schülern Kompetenzen, die ihnen dabei helfen, eigenständig Antworten auf ihre Fragen zu finden.“

- Auch Ulrike Bock, Leiterin des Peiner Gymnasiums am Silberkamp, zeigt Verständnis: „Die Kölner Gymnasiastin hat leider nicht ganz Unrecht, weil die von ihr genannten Aspekte in unseren Lehrplänen keinen besonderen Stellenwert haben und allenfalls im Fach Politik gestreift werden. An unserer Schule werden in der Oberstufe die Kurse Wirtschaft-Finanzen-Recht und das Seminarfach Wirtschaft angeboten, in denen die Schüler auf solche Themen mit Alltags- und Studienrelevanz vorbereitet werden. Allerdings werden diese Angebote nur von interessierten Schülern angewählt. Im Grunde wäre die Einführung eines Faches Wirtschaft/Finanzen/Alltagswissen wünschenswert.“

- Eine klare Meinung vertritt Dr. Jan-Peter Braun, Schulleiter der Integrierten Gesamtschule Lengede: „Sollten in einer Schule die Themen Steuern, Mieten und Versicherungen keine Unterrichtsinhalte darstellen, dann hat diese Schule ihren Bildungsauftrag nicht vollständig erfüllt. Das niedersächsische Schulgesetz stellt unmissverständlich klar, dass Schüler befähigt werden müssen, ökonomische und ökologische Zusammenhänge zu erfassen, sich im Berufsleben zu behaupten und das soziale Leben verantwortlich mitzugestalten. An der IGS Lengede ist dies - wie bei allen mir bekannten Gesamtschulen - eine Selbstverständlichkeit.“

- Dr. Jan Eckhoff, Schulleiter des Ratsgymnasiums in Peine, schließt sich grundsätzlich an: „Schule ist ein Ort der Allgemeinbildung. Diese Allgemeinbildung ist für Schüler sehr wichtig, da sie ihnen in verschieden Situation hilft, die richtige Entscheidung zu treffen. Trotzdem kann die Schule, unter anderem wegen der kurzen Zeit, nicht auf jeden einzelnen Schüler direkt eingehen, sondern sie kombiniert die wichtigsten Kompetenzen aus allen Wissensbereichen, die für das spätere Leben relevant sind, und gibt diese an die Schüler weiter.“

geo/tar

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