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Weil: "SPD Niedersachsen kann von Peine lernen"

Peine Weil: "SPD Niedersachsen kann von Peine lernen"

Peine. Niedersachsens SPD-Spitzenkandidat Stephan Weil besuchte die PAZ in Peine und stellte sich den Fragen der PAZ-Redakteure Dirk Borth und Thomas Kröger.Dabei erklärte Weil, aus welchen Gründen er Ministerpräsident David McAllister (CDU) ablösen möchte. Am 20. Januar 2013 findet die Landtagswahl in Niedersachsen statt. Und der Hannoveraner machte deutlich, dass er Peine gut kennt.

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Der SPD-Spitzenkandidat Stephan Weil (rechts) im Gespräch mit Dirk Borth (M.) und Thomas Kröger von der PAZ.

Quelle: rb

Herr Weil, was schätzen Sie eigentlich an Ihrem Kontrahenten McAllister?

Ich schätze seine Englisch-Kenntnisse, die besser sind als meine. Nein, im Ernst: Ich halte Herrn McAllister für einen angenehmen Kollegen, der leider die falsche Politik macht.

Bereiten Sie sich bereits auf das anvisierte Ministerpräsidenten-Amt vor?

Ich beschäftige mich sehr, sehr intensiv mit den Problemen unseren Landes und bin viel unterwegs. Dabei steht aber der Wahlsieg am 20. Januar 2013 an erster Stelle, was danach auf mich zukommt, werde ich sehen.

War es eine schwierige Entscheidung für Sie, als Spitzenkandidat anzutreten? Was sagt Ihre Frau dazu?

Natürlich, schließlich bin ich sehr gerne Oberbürgermeister in Hannover. Aber ich habe mich klar entschieden, und es gibt somit nach der Wahl auch keinen Weg zurück ins Rathaus. Und meine Frau hat wunderbar reagiert, denn sie sagte, dass meine Kandidatur unser Privatleben natürlich einschränkt, aber dass sie als Staatsbürgerin meine Kandidatur für genau richtig hält.

Wenn Sie Ministerpräsident in Niedersachsen werden sollten, welche drei Dinge würden Sie sofort ändern?

Ich werde sofort die Diskriminierung der Gesamtschulen in Niedersachsen beenden und immer den Wunsch der Eltern respektieren. Daneben werde ich die Studiengebühren abschaffen und für mehr Krippenplätze sorgen. Da hat Schwarz-Grün sehr lange geschlafen.

Kommen wir zu Peine: Die SPD ist hier seit Jahrzehnten die stärkste politische Kraft. Was kann die Niedersachsen-SPD von den Genossen aus der Fuhsestadt lernen?

Es ist beeindruckend, über welch langen Zeitraum die SPD in Peine dominiert. Das Geheimnis ist meiner Meinung nach: Die Genossen sind immer pragmatisch und bodenständig geblieben. Das zahlt sich aus. Davon kann die SPD in Niedersachsen lernen.

Wie gut kennen Sie eigentlich Peine?

Ich kenne Peine sehr gut und war schon oft hier. Ich würde hier zwar keinen Taxenschein machen können, aber die Stadt ist mir nicht unbekannt. Außerdem kenne ich Bürgermeister Michael Kessler sehr gut und ich schätze ihn sehr - genauso wie Hubertus Heil oder Matthias Möhle, die ich oft treffe.

Das Stahlwerk Peiner Träger muss immer wieder Krisen bestehen. Steht das Land weiterhin hinter dem Mutterkonzern Salzgitter AG?

Seit Gerhard Schröder hat sich das Land immer für die Salzgitter AG stark gemacht und sich am Konzern beteiligt. Das werde ich als Ministerpräsident fortführen, denn wir haben eine besondere Verantwortung für die vielen Mitarbeiter in der Stahlbranche. Ganz deutlich: Die SPD will die Industrie-Strukturen in Niedersachsen sichern und somit auch in Peine.

Ein umstrittenes Thema ist in Peine auch die Erhöhung der Kita-Gebühren. Was sagen Sie dazu?

Ich kann mich natürlich zu den Verhältnissen in Peine nicht äußern, man muss aber ganz klar sagen: Bund und Land haben die Kommunen dabei allein gelassen. Ein Beispiel: Ein Krippenplatz kostet pro Jahr etwa 10000 Euro, wovon die Kommune 5000 Euro stemmen muss.

Sind Sie eigentlich Hannover-96-Fan?

Natürlich, ich bin bereits seit meinem achten Lebensjahr 96-Fan. Und ich freue mich darauf, dass wir im nächsten Jahr gleich drei niedersächsische Fußballvereine in der Bundesliga haben werden, denn natürlich steigt Eintracht Braunschweig auf. Da bin ich mir ganz sicher.

Eine letzte Frage noch: Wir wird die Landtagswahl ausgehen?

Ich bin siegessicher. Wir als SPD erreichen 30+X Prozent und die Grünen 10+X Prozent. Das X wird für einen Regierungswechsel reichen.

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