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„Weil Jesus ist und bleibet“

Lutherkirche Peine „Weil Jesus ist und bleibet“

Das Schöne am Karfreitag ist, dass er spätestens in der Osternacht seinen Schrecken verliert. Der Feiertag selbst bietet allerdings viele Facetten, das Leiden Jesu zu bedenken.

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Peine. Es gibt viele musikalische Varianten, den Karfreitag angemessen zu würdigen. Eine davon bot zum Ausklang dieses ernstesten christlichen Feiertags die Martin-Luther-Gemeinde mit Chor- und Orgelmusik von Johann Sebastian Bach – eine musikalische Kreuz-Meditation sozusagen, die Chorleiter Maximilian Buchberger sehr klug mit dem gregorianischen Tractus zum Karfreitag „Domine exaudi“ („Herr erhöre mein Gebet und lass mein Rufen zu dir dringen“) einleitete.

Eine Musikrichtung übrigens, von der man in dieser Chorzusammensetzung mit Sängern des Kleinen Chores Peine und des Vokalsolisten-Ensembles der Barockakademie der Musikhochschule Detmold gerne mehr gehört hätte, hätte nicht Bachs kompositorisches Glaubensbekenntnis im konzertanten Mittelpunkt gestanden, zu dem Buchberger mit dem „O crux ave“ überleitete – jenem Hymnus, mit dem die Christenheit seit Jahrhunderten in der Passionszeit und ganz besonders in der Karwoche ihr Symbol grüßt.

Und so wurde „Fürchte dich nicht, ich bin bei dir“ (BWV 546) zur programm- und folgerichtigen Motette, mit der der Chor die Totenstille auflöste, polyfon in eine österliche Hoffnungs-Stimmung einführte und dies mit „Komm, Jesu, komm“ (BWV 229) mit großer Strahlkraft vertiefte.

An der Orgel musizierte Mark Ossadnik Bachs „Präludium und Fuge“ (BWV 546), einem Werk, das musikalisch-meditativ die gesamte Karwoche am Zuhörer vorbeiziehen und vor der Todesstunde verharren lässt.

Geradezu explosionsartig präsentierte Ossadnik besonders den zweiten Teil der Fantasie und Fuge g-Moll (BWV 542) und reizte Bachs barockes Tongebilde wasserfallartig geradezu weidlich aus.

Spätestens hier wechselte die gedrückte Karfreitags-Atmosphäre die Richtung und deutete die sich entwickelnde Osterfreude an – wie dann auch der Chor das Konzert geradezu trotzig beschließt: „weil Jesus ist und bleibet der wahre Weg zum Leben“ – Karfreitag ohne Schrecken.

Ulrich Jaschek

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