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Wege aus der Krise: PUT setzt auf neue Strukturen und Energiesparen

Peine Wege aus der Krise: PUT setzt auf neue Strukturen und Energiesparen

Peine. Neue Wege geht der Schraubenhersteller Peiner Umformtechnik (PUT) nach einer großen Krise und investiert jetzt mehrere Millionen Euro in ein Restrukturierungsprogramm des gesamten Werkes an der Woltorfer Straße.

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Geschäftsführer Ralf Venema (links) und Francesco Bruno stehen vor den neuen Maschinen in der Produktion der Peiner Umformtechnik.

Quelle: A

So will man sich nach mehreren schwierigen Jahren für die Zukunft fit machen.

PUT-Geschäftsführer Ralf Venema sagt: „Aktuell läuft die Modernisierung des Maschinen- und Anlagenparks, und dazu gehört an prominenter Stelle die Senkung der Energiekosten der äußerst energieintensiven Produktionen der PUT.“ Allein dafür setzt das Unternehmen 900 000 Euro ein, darin enthalten sind 181 400 Euro Fördergeld des Bundesumweltministeriums (PAZ berichtete).

Dabei bietet sich laut Venema die „Abfall-Energie“ der Vergüterei an, die zurückgewonnen und anderweitig im Werk genutzt werden kann. Dafür errichtet die PUT eine Anlage in der Vergüterei, die vorbildhaft für die gesamte Branche der Umformtechnik werden soll.

Das Erfolgsprinzip der hohen Energie-Effizienz ist einfach: Die stärksten Abwärme-Quellen werden mit den größten Energieverbrauchern gekoppelt. Dabei kommen Wärmetauscher zum Einsatz, die einen hohen Wirkungsgrad besitzen. „Dabei mindert der Eigenverbrauch der Anlage die Energie-Rückgewinnung nur um wenige Prozent, da lediglich der Strom für eine Handvoll Ventilatoren und Pumpen verbraucht wird“, so der Geschäftsführer.

So funktioniert es: In drei Durchlaufofen-Anlagen wird die Abwärme abgezapft. Und zwar einmal die etwa 160 Grad heiße Abluft aus dem Brennraum der Öfen und zum zweiten diejenige aus dem etwa 90 Grad heißen Öl. In das Ölbad fallen laufend die glühenden Produkte aus den Öfen und werden somit abgeschreckt. Bisher wird die Abluft über das Hallendach abgeblasen, und die Abwärme des Öls wird mittels Wasserkühlung in die Kanalisation abgeleitet.

Das Neue ist nun: Sowohl die Ofen-Abluft als auch das Öl übertragen ihre Hitze an je einen eigenen Wasserspeicher, wobei die Ofen-Abluft einen Hochtemperatur-Speicher mit etwa 90 Grad erwärmt und die Ölkühlung einen Niedrigtemperatur-Kessel auf etwa 60 Grad erhitzt. Der heißere Speicher gibt seine Energie an vier Beizbäder ab, die bisher ausschließlich mit Gas beheizt werden und dank des neuen Systems den Gasverbrauch drastisch senken.Die Gasrechnung wird allein dadurch um bis zu 400 000 Kubikmeter Gas pro Jahr entlastet, was der Peiner Umformtechnik deutlich über 100 000 Euro pro Jahr einspart.

tk

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