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Wasserverband feierte Abschlussdes Millionen-Projekts Harzwasser

Kreis Peine/Ilsede Wasserverband feierte Abschlussdes Millionen-Projekts Harzwasser

Kreis Peine/Ilsede. „Wasser ist keine Handelsware, sondern ein Lebensmittel“: Mit einem klaren Bekenntnis zum öffentlichen Versorgungsauftrag leitete der Vorsteher des Wasserverbands Peine, Hans-Hermann Baas, seine Rede zum feierlichen Abschluss des gut 30 Millionen Euro schweren Harzwasser-Projekts ein.

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Stießen auf das Projekt mit Harzwasser an (v.l.): Michael Wittmann (Technischer Leiter), Verbandsvorsteher Hans-Hermann Baas, Geschäftsführer Olaf Schröder und Projektleiter Ekkehard Emmersleben.

Quelle: mic

Im Foyer der Ilseder Gebläsehalle begrüßten er und das Team vom Wasserverband rund 50 Gäste und Partner aus der Landes- und Kommunalpolitik sowie aus der Wirtschaft.

Zu dem aktuell im Raum stehenden Verkauf von Gesellschaftsanteilen der Harzwasserwerke, die das neue Harzwasser liefern, sagte Baas: „Wir haben Verträge für die nächsten zwei Jahrzehnte und gehen davon aus, dass diese eingehalten werden. Kostensteigerungen durch den Einstieg von privaten Unternehmen bei den Harzwasserwerken schloss er kategorisch aus.

Mit der Umstellung auf Harzwasser - auch in Teilen des Landkreises Peine (siehe Info) - sei die größte Investition (30,7 Millionen Euro) in der 60-jährigen Verbandsgeschichte einher gegangen: „Wir haben hiermit die qualitativ gute Versorgung von über 90 000 Einwohnern auf Jahrzehnte gesichert und dazu ein verlässliches und zukunftsfähiges neues Leitungsnetz bekommen. Der Aufwand hat sich gelohnt“, resümierte Baas. Mit dem ausgewogenen Mix aus Eigenförderung und Zukauf aus dem Harz könne die Versorgung auf einem guten Preisniveau fortgesetzt werden, so der Verbandsvorsteher.

Das Harzwasser-Projekt forderte auch die Bauplaner des Wasserverbands: Es musste europaweit ausgeschrieben werden, darüber hinaus gab es Probleme beim Bau eines Behälters: „Rund ein Jahr haben wir durch die Anfechtung der Vergabe verloren. Und dann ging die Firma mitten im Bau in die Insolvenz“, berichtet Michael Wittemann, technischer Leiter des Wasserverbandes. Eine „tierische“ Herausforderung sei die Umsiedlung von 30 geschützten Feldhamstern gewesen. Kosten pro Tier: Zwischen 3000 und 7000 Euro.

Zum Harzwasser selbst sagte Wasserverbands-Geschäftsführer Olaf Schröder: „In den Ortschaften, in denen wir umgestellt haben, gab es so gut wie keine Beschwerden.“ Im Gegenteil: Es habe viel Zuspruch gegeben. Schröder: „Ein Vorteil von weichem Wasser ist, dass man weniger Waschpulver oder Duschgel benötigt.“

mic

Info

Projekt Harzwasser:

- Das Projekt startete 2008 wegen des Wechsels des Vorlieferanten von Salzgitter Flachstahl, das den Preis anheben wollte, zu den Harzwasserwerken.

- Seitdem wurden 30,7 Millionen Euro im „mittleren Versorgungsgebiet“ investiert, 55 Kilometer Transportleitungen gelegt und 92896 Einwohner in 87 Ortschaften und 11 Gemeinden erreicht.

- Gebaut wurden zwei neue, große Transportleitungstrassen von Nauen bis Osterlinde im Süden, von Salzgitter-Steterburg bis zum Behälter bei Berel im Osten sowie im Westen zwei kurze Leitungen bei Bettmar und Harber. Benötigt werden pro Jahr fünf Millionen Kubikmeter Trinkwasser.

- Im Kreis Peine gibt es Harzwasser nun in folgenden Ortschaften und Gemeinden: Hohenhameln (ohne Mehrum), Schmedenstedt, Bortfeld, Vechelde (ohne Wahle und Fürstenau), Broistedt, Lahstedt (komplett), Ilsede (bis auf Klein Ilsede), Lengede, Schwicheldt, Rosenthal, Berkum.

- Das so genannte Harzwasser enthält weniger Kalk, schmeckt aber aufgrund seiner natürlichen Zusammensetzung auch anders als das bisherige Wasser aus Grundwasservorkommen. Übrigens gilt der Kalkgehalt laut der Trinkwasserverordnung nicht als Qualitätsmerkmal.

- Im nördlichen Bereich des Landkreises Peine wird nicht auf Harzwasser umgestellt. Dort gibt es weiterhin das Wasser aus den Wasserwerken in Wehnsen und Burgdorfer Holz (bei Hänigsen).

rd

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