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„Wasserschutz spielt untergeordnete Rolle“

peine „Wasserschutz spielt untergeordnete Rolle“

Für Kritik sorgt die Novellierung der Düngeverordnung.

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Große Mengen von Düngemitteln verunreinigen das Grundwasser.

Quelle: A

Peine. „Wir Wasserversorger müssen leider feststellen, dass es nach wie vor um große Mengen von Düngemitteln und Gärresten auf Feldern geht, der Wasserschutz spielt augenscheinlich nur eine untergeordnete Rolle. Das muss sich ändern, wollen wir auch künftig möglichst naturbelassenes Trinkwasser genießen“, richtet Olaf Schröder, Geschäftsführer des Wasserverbandes Peine den Appell an die rot-grüne Landesregierung.

Er fordert eine schnelle, bessere Ausstattung der sogenannten Kooperationen zum vorbeugenden Trinkwasserschutz. „Die Landesregierung ist hier in der Pflicht. Die Kooperationen müssen jetzt zügig weiterentwickelt und mit mehr Mitteln ausgestattet werden, soll das Trinkwasser auf Dauer in der Fläche gesichert bleiben.“

Der Wasserverband Peine engagiert sich aktiv im Trinkwasserschutz, unter anderem in den Kooperationen Burgdorfer Holz, Wehnsen, Obere Weser und Seesen. Angesichts von Nutzungskonkurrenzen und großer Bodennachfrage fordern die Wasserversorger die Landesregierung zur klaren Prioritäten-Setzung für den Wasserschutz auf. „Wir können nachhaltigen Ressourcenschutz nur voranbringen, wenn Flächeneinträge über die Landwirtschaft ins Grundwasser zurückgefahren werden. Die Landwirte brauchen dafür verlässliche und sich rechnende Rahmenbedingungen, die es ihnen ermöglichen, sich dem Wasserschutz in den Kooperationen weiter zu widmen. Hier besteht dringender Handlungsbedarf“, so Schröder. Sonst drohten weitere Abnahmen von Flächen, auf denen Grundwasserschutzmaßnahmen umgesetzt werden, und damit steigende Nitratwerte. Die Wasserversorger vermissen ein klares Bekenntnis und ein abgestimmtes Konzept der Landesregierung. Schröder: „Zum einen zeigt der Nährstoffbericht deutlich zu viel Dünger für zu wenig Flächen auf, hier werden Kontrollen, mehr Lagerkapazitäten und Gülletransporte in andere Regionen als Maßnahmen genannt. Unser Umweltministerium hingegen spricht bereits angesichts stagnierender Nitratwerte vom Erfolg der Kooperationsarbeit, im nächsten Satz mahnt es selbst zu mehr Anstrengungen angesichts drohender EU-Sanktionen wegen zu hoher Nitratwerte. Das zeigt uns: Hier bedarf es dringend eines Gesamtkonzepts, das die zu recht hohen Umweltauflagen aus Brüssel endlich auch in Niedersachsen effektiv umsetzt.“

tk

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