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Warum verkleiden sich Menschen als Horror-Clowns?

Peine Warum verkleiden sich Menschen als Horror-Clowns?

Sogenannte „Horror-Clowns“ sorgen derzeit in zahlreichen deutschen Städten für Angst und Schrecken. In Ilsede soll sogar einer gesichtet worden sein. Doch warum verkleiden sich Menschen ausgerechnet als Clowns? Die PAZ sprach mit dem Peiner Arzt für Psychiatrie und Psychotherapie Naiel Arafat.

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Ein neuer Trend, der besorgniserregend ist: Gewalttätige „Horror-Clowns“.

Quelle: dpa

Peine. Sie springen plötzlich aus dunklen Ecken, erschrecken Passanten und verfolgen sie mit Baseballschlägern oder Messern: So genannte "Horror-Clowns". Doch welchen Schaden richten sie damit an, wenn sie andere erschrecken? Der Peiner Arzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Naiel Arafat, gibt Antworten.

Was können „Horror-Clowns“ bei ihren Opfern anrichten?
Gerade Kinder und von Natur aus besonders ängstliche Menschen könnten durch den Schrecken der „Horror-Clowns“ erhebliche Probleme davontragen. „Vor allen Dingen können bei vorbelasteten Menschen auf einmal Ängste zutage kommen, die ihnen dann das Leben schwer machen“, warnt Arafat. Der vermeintliche Spaß könne somit heftige körperliche und seelische Folgen mit sich ziehen. „Es kann sein, dass sich die Opfer beobachtet fühlen, Angst vor der Dunkelheit haben und es schließlich ganz vermeiden, auf die Straße zu gehen“, erklärt der Arzt. Besonders bei Flüchtlingen könne es zu schweren seelischen Schäden kommen.

Warum verkleidet man sich als „Horror-Clown“?
Arafat glaubt nicht, dass es sich bei den Nachahmern um Menschen handelt, die etwas Böses im Schilde führen. „Es geht den meisten wahrscheinlich nur darum, Eindruck zu schinden“, vermutet er. Unwissenheit, Dummheit und Abenteuerlust würde die Menschen dazu verleiten, andere anonym erschrecken zu wollen. „Krankhaft ist es erst dann, wenn man sich ständig verkleidet und fremde Menschen schockt“, so der Arzt. Insgesamt hält Arafat nichts von dem neuen Trend. „Man sollte sich überlegen, was man dadurch bei anderen auslösen könnte“, mahnt der Peiner. Er hält es für wichtig, dass Eltern und Lehrer ihre Kinder aufklären. „Vermutlich will kein Clown, dass sein Opfer einen Herzinfarkt oder ein Trauma erleidet“, so Arafat.

mgb

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