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Warnstreiks: Peiner demonstrierten für höhere Löhne

Peine/Hannover Warnstreiks: Peiner demonstrierten für höhere Löhne

Die Zulassungsstelle des Landkreises geschlossen, viele Kitas im Notbetrieb: Der Arbeitskampf im Peiner Land ging gestern in die nächste Runde. Viele Beschäftigte im öffentlichen Dienst nahmen gestern an einer Demonstration in Hannover teil.

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Arbeitskampf im öffentlichen Dienst: Die zentrale Kundgebung fand gestern mit Peiner Beteiligung in Hannover statt.

Quelle: oh

Peine/Hannover. Mit drei Bussen fuhren gestern 147 Teilnehmer aus Peine zur Kundgebung auf dem hannoverschen Opernplatz. "Die Stimmung war gut und die Bereitschaft weiterzumachen ist groß", sagte Verdi-Bezirksgeschäftsführer Sebastian Wertmüller zur PAZ. Mit der Peiner Präsenz war er sehr zufrieden. Wie es weitergehe, hänge von den Vorschlägen der Arbeitgeber in der nächsten Verhandlungsrunde am 28. und 29. März ab. Bis dahin seien in Peine vorerst keine konkreten Aktionen geplant.

Die Stadt Peine hatte wegen des Streiks Einschränkungen beim Bauordnungsamt sowie dem Bürgerbüro angekündigt. Insgesamt blieb die Lage ruhig. "Uns sind keine besonderen Vorkommnisse bekannt. Die Leute haben sich auf den Streik eingestellt", erklärte Stadt-Sprecherin Ulrike Laudien. Der Andrang im Bürgerbüro sei deutlich geringer gewesen als an anderen Montagen.

189 Mitarbeiter und ein Auszubildender hätten sich am Streik beteiligt. Auch bei den städtischen Kindertagesstätten gab es Einschränkungen: Die Kitas Bärenhöhle, Eulennest, Löwenzahn, Lummerland, Pusteblume, Rappelkiste, Villa Kunterbunt und Zwergenmühle boten nur eine Notfall-Betreuung an. Die Kita Abenteuerland/Teichstraße blieb geschlossen. Nur die Kitas Regenbogen (Rosenthal/Schwicheldt), Rasselbande (Handorf) und Kinderparadies in Dungelbeck streikten nicht.

Ein entspanntes Bild bot sich auch beim Landkreis: "Es gibt einen Notbetrieb in der Beratungsstelle, die Kfz-Zulassungsstelle ist geschlossen. Sonst läuft der Dienst", sagte Pressesprecher Henrik Kühn.

"Bei der Öffnung warteten etwa 10 bis 15 Personen vor der Zulassungsstelle, die ich nach Hause schicken musste. Aber durch die Ankündigungen in der Zeitung haben die meisten von der Schließung erfahren", so Christian Gleicher, Leiter des Fachdienstes Straßenverkehr.

azi/jti

HINTERGRUND

Streiks: Wie geht es weiter?

Laut der Gewerkschaft Verdi nahmen an der gestrigen Demonstration in Hannover mehr als 20?000 Beschäftigte teil. Die Polizei schätzte die Zahl der Teilnehmer auf etwa 18?000. Verdi-Chef Frank Bsirske forderte Bund und Kommunen zum Einlenken auf: „Die Arbeitgeber müssen ihre Haltung grundlegend ändern“, so Bsirske. Die Gewerkschaft, die deutliche Einkommenserhöhungen für etwa zwei Millionen Beschäftigte von Bund und Kommunen fordert, will die Warnstreiks in allen Bundesländern bis unmittelbar vor Beginn der dritten Verhandlungsrunde am 28. und 29. März fortsetzen. Gestern waren vor allem die Bundesländer Niedersachsen und Bremen von Streiks betroffen. Am heutigen Dienstag soll der Schwerpunkt auf Bayern, Hessen und Teilen Baden-Württembergs liegen. Am Tag darauf sollen Warnstreiks in Nordrhein-Westfalen folgen. Die Gewerkschaft verlangt 6,5 Prozent mehr Lohn, mindestens aber 200 Euro monatlich mehr für Bezieher kleinerer Einkommen. Die Arbeitgeber – Bund und Kommunen – haben ein Stufenmodell angeboten, das nach ihrer Rechnung im zweiten Jahr auf ein Lohnplus von 3,3 Prozent hinauslaufen würde. Nach Gewerkschaftsrechnung würde damit der Lohn jedoch über die gesamte Zeit nur um 1,77 Prozent steigen.

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