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Warnstreik bei Salzgitter AG: 2000 Beschäftigte protestierten

Protestaktion Warnstreik bei Salzgitter AG: 2000 Beschäftigte protestierten

Die Stahlwerker streiken: Mehr als 2000 Beschäftigte der nordwestdeutschen Stahlindustrie haben gestern die Arbeit niedergelegt und für ein besseres Angebot der Arbeitgeber demonstriert. Mit dabei waren auch rund 50 Beschäftigte der Peiner Träger GmbH (PTG).

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Etwa 50 PTG-Beschäftigte waren beim gestrigen Warnstreik in Salzgitter dabei.

Quelle: Rudolf Karliczek

Peine. Nach einem unüberhörbarem 20-minütigem Demonstrationszug der Beschäftigten auf dem Gelände von Salzgitter Stahl gab es eine Kundgebung vor der Hauptverwaltung. „Wir machen unmissverständlich klar, dass wir mit dem Angebot der Arbeitgeber nicht zufrieden sind“, sagte Matthias Wilhelm stellvertretender Bevollmächtigter der IG Metall. Diesen Standpunkt vertrat auch der IG-Metall-Bezirksleiter Thorsten Gröger, der eine Rede vor den Beschäftigten hielt.

Die IG Metall fordert 4,5 Prozent mehr Geld für die nächsten zwölf Monate sowie sichere Altersteilzeit und faire Werkverträge. „Wir wollen erreichen, dass ältere Kollegen in sichere Altersteilzeit gehen können und es für die jungen Mitarbeiter wieder eine langfristige Beschäftigungsperspektive gibt“, betont Wilhelm. Das Angebot der Arbeitgeber lag zuletzt bei einem Lohnplus von 1,3 Prozent für 15 Monate.

Sollte es in der dritten Tarifrunde am 16. März in Düsseldorf kein verbessertes Angebot geben, scheue die Gewerkschaft vor weiteren Arbeitskampfmaßnahmen nicht zurück, betont der stellvertretende Bevollmächtigter. Es gebe aber gute Chancen, dass die derzeitigen Proteste Wirkung zeigten und die Arbeitgeber in der dritten Tarifrunde ein verbessertes Angebot vorlegten, heißt es von der IG Metall.

Mit aus Peine dabei waren die Beschäftigten der Salzgitter Flachstahl, Verkehrsbetriebe Peine-Salzgitter, Salzgitter Mannesmann Großrohre, Ilsenburger Grobblech, Salzgitter Mannesmann Forschung, Salzgitter Business Service und der SZAG-Holding (alles stahltarifgebundene Betriebe der Salzgitter AG) sowie die in diesen Betrieben eingesetzten Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter. Weiterhin kam solidarische Unterstützung von den Beschäftigten der Salzgitter Europlatinen, Salzgitter Bauelemente und der Deumu.

mbg/dpa

PTG: „Die Stimmung war angespannt“

Der gestrige Warnstreik war für die Peiner PTG-Beschäftigte sehr wichtig. Deshalb sind auch 50 Kollegen in ihrer Freizeit nach Salzgitter gefahren, wie der PTG-Vertrauenskörperleiter Torsten Gutsmann, betont. Der Streik begann um 8 Uhr auf dem Gelände von Salzgitter Stahl. Die Peiner Beschäftigten sind alle in Eigenregie angereist, um bis 11 Uhr für bessere Arbeitsbedingungen und höhere Vergütung zu streiken. „Die Stimmung war insgesamt sehr angespannt und gereizt“, berichtet Gutsmann. „Und das zu Recht. Wir wollen uns doch nicht verarschen lassen!“ Für die laufende Verhandlungsrunde sind keine Streiks in Peine geplant, da bei den Peiner Trägern die Arbeit stellenweise vorübergehend verringert wurde. „Wir befinden uns gerade in Kurzarbeit. Deshalb würde es uns nicht so hart treffen, wenn wir streiken“, bedauert der Vertrauenskörperleiter. Sofern aber am 16.März die Verhandlungen erneut scheitern sollten, ist Gutsman nicht davon abgeneigt, zu einem Streik aufzurufen.

mgb

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