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Warnstreik: 700 Erzieher demonstrierten

Peine Warnstreik: 700 Erzieher demonstrierten

Mehr als 700 Beschäftigte im Sozial- und Erziehungsdienst haben gestern in der Peiner Innenstadt für mehr Anerkennung und eine bessere Bezahlung demonstriert.

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Beim Protestmarsch vom Friedrich-Ebert-Platz in die Innenstadt.

Quelle: mic

Peine. Zu dem erneuten Warnstreik hatten die Gewerkschaften Verdi und Komba aufgerufen, nachdem die bisherigen Verhandlungsrunden im Tarifstreit ergebnislos verlaufen sind. Vielerorts im Peiner Land mussten Eltern wegen geschlossener Kitas dadurch wieder improvisieren.

Verdi will vor der nächsten Verhandlungsrunde am Donnerstag in Düsseldorf mit bundesweiten Protesten den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Die Gewerkschaft organisierte deshalb gestern in mehreren Städten Großkundgebungen. An dem Demonstrationszug durch die Peiner Innenstadt nahmen 600 Verdi-Mitglieder aus ganz Niedersachsen teil.

„Wir sind mit der Teilnehmerzahl sehr zufrieden, zumal viele noch im Urlaub sind“, freute sich Sebastian Wertmüller von Verdi. Bei einer Kundgebung an der Bahnhofstraße sprachen Gewerkschafter und Betriebsräte den beschäftigten Erziehern ihre Solidarität aus - unter ihnen auch Axel Burgdorf vom Klinikum Peine (Betriebsratsvorsitzender). Er setzt sich für eine deutliche Aufwertung der sozialen Berufe sein. Diese seien heute zwar anerkannt, besäßen aber dennoch nicht den Stellenwert anderer Berufe - und das spiegele sich auch im Verdienst wieder. Niedrige Einkommen seien ein Grund, weshalb es zunehmende schwieriger werde, Nachwuchs in den sozialen Berufen zu finden. In vielen Familien sei das Gehalt einer Erzieherin nur das Zubrot zum Gehalt des Mannes, sagte Nanni Rietz-Hering: „1100 Euro netto im Monat für eine 30-Stunden-Woche - wie soll man davon auch leben?“, so die Vorsitzende der Verdi-Ortsgruppe Peine.

Auch die Gewerkschaft Komba, die in Peine überdurchschnittlich stark organisiert ist, gibt sich bei den Tarifverhandlungen selbstbewusst: „Wenn bis Ende des Monats kein akzeptables Verhandlungsergebnis vorliegt, sind wir zu weiteren konzertierten Aktionen bereit“, kündigte Andreas Hemsing, stellvertretender Vorsitzender der Bundestarifkommission und Verhandlungsführer von Komba/DBB, an. Die rund 120 Komba-Mitglieder hatten sich auf dem Friedrich-Ebert-Platz getroffen und waren von dort aus durch die Stadt zum Markt marschiert, wo zum Abschluss eine Kundgebung stattfand.

Beide Demos verliefen aus Sicht der Polizei ohne Störungen, es kam lediglich zu kurzen Behinderungen des Straßenverkehrs. Geschlossen hatten die kommunalen Kindertagesstätten in der Stadt und in der Gemeinde Ilsede.

mic

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