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„Wach sein für Menschen, die auf uns warten!“

Peine „Wach sein für Menschen, die auf uns warten!“

Peine . Nun haben die Peiner Katholiken endlich wieder einen Pfarrer! Gestern wurde Hendrik Rust vom zuständigen Braunschweiger Dechanten Reinhard Heine nach bemerkenswert kurzer Vakanz feierlich in seine neue Gemeinde „Zu den heiligen Engeln“ eingeführt.

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Die Geistlichen ziehen in die Kirche ein. Am Ende des Zuges (r.) der neue Pfarrer Hendrik Rust.

Quelle: Isabell Massel

So bewegend die Einführungs-Zeremonie und die heilige Messe, so herzlich der Begrüßungsapplaus der Gemeinde in der überfüllten Pfarrkirche. Apropos bewegt: der neue Pfarrer begrüßt zunächst seine „liebe Mama“ und dann erst alle anderen Gäste aus Familie, Kirche und öffentlichem Leben. Jene Mutter nämlich, die als überzeugte Lutheranerin ihren Sohn in Studium und Priestertum nach Kräften unterstützte.

Ebenso anrührend empfanden die Peiner Katholiken sicher auch die Begegnung mit ihren ehemaligen Dechanten Heinrich Günther und Konrad Sindermann, die mit ihren anderen Brüdern im priesterlichen Amt die Heilige Messe mit dem neuen Pfarrer am Altar feierten. Besondere Geste der ökumenischen Gemeinschaft: Superintendent Dr. Volker Menke feierte den Gottesdienst im Altarraum ebenfalls mit.

„Nun bin ich nicht nur zu Besuch hier, oder wie damals als Kaplan für drei Jahre“, kündigte Rust an, „sondern für viel länger.“ Vieles sei ihm noch vertraut. Das mache ihm den Anfang leichter, besonders auch die nach ihrer Restaurierung wie eine „Festhalle für Christus“ wirkende Pfarrkirche.

Rust setzt auf Zeichen und Symbole, nicht nur auf die in der Liturgie der Messfeier. So präsentierte er in seiner Predigt der Gemeinde nicht nur seine mit starken Gebrauchsspuren versehene dreißig Jahre alte Bibel als Anker im Sturm des Alltages, sondern auch seinen noch unberührten Terminkalender für das kommende Jahr. Den werde ich „wohl viel häufiger in der Hand halten, als Bibel und Brevier,“, fügt er hinzu, und dass „Sklaven von heute nicht mit Peitschen, sondern mit Terminkalendern angetrieben“ würden.

Bei den vielen Aufgaben, die zu terminieren seien, hoffe er auf offene Herzen zu treffen. „Lassen Sie uns gemeinsam mit unseren evangelischen Geschwistern wach bleiben für Menschen, die auf uns warten, auf Zeichen, auf Worte und ganz besonders auf Taten - auf unsere Taten.“

Ulrich Jaschek

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