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Vortrag über Divertikel im Darm

Peine Vortrag über Divertikel im Darm

Peine. Im Rahmen der Reihe Rat und Tat des Peiner Klinikums und des Familienzentrums Peine informierte Professor Dr. Christian Eckmann, Ärztlicher Direktor und Chefarzt des Klinikums, jetzt über Divertikel im Darm, wie sie entstehen und welche Behandlungsmöglichkeiten der Divertikelentzündung (Divertikulitis) es gibt.

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Beim Vortrag (v.l.) Pressesprecherin Miriam Müller, Referent Prof. Dr. Christian Eckmann und Carina Schürmann (Assistenz Direktorium).

Zunächst stellte er das Klinikum Peine mit seinem weitgefächerten Behandlungsspektrum vor, bevor er über seine Tätigkeit in der Kommission zur Entwicklung neuer Leitlinien bei der Behandlung der Divertikulitis berichtete.

„Es ist nicht immer erste Wahl, eine Divertikulitis operativ zu behandeln. Das muss nur bei komplizierten Verläufen sein, also bei gedecktem Durchbruch, Verengung, Fistel zu anderen Organen und immer schneller wiederkehrenden Schüben. Schwere akute Entzündungen ohne Durchbruch in die Bauchhöhle sollten unter anderem mit Antibiotika behandelt werden. Bei milderen Verläufen ohne Notwendigkeit im Krankenhaus behandelt zu werden, helfen oft Schonkost, Kühlung und abschwellende Medikamente. Antibiotika sind hier meist nicht nötig“, führte Eckmann aus.

Ein Bezug zur Ernährung bei der Entstehung von Divertikeln sei nicht gesichert. Oft führe eine Bindegewebsschwäche zur Entwicklung der Ausstülpungen in der Wand des Dickdarmes. „Die Hälfte aller Menschen, die älter als 80 Jahre sind, haben Divertikel. Manchmal werden diese auch durch Medikamente wie Cortison ausgelöst. Ebenso begünstigt eine chronische Darmträgheit deren Entstehung“, erklärte der Chefarzt. Divertikel stünden allerdings in keinem Zusammenhang mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen oder gar Darmkrebs.

Muss ein operativer Eingriff erfolgen, könne dieser in den allermeisten Fällen minimal-invasiv vorgenommen werden. Bei den über 600 Patienten, die das Klinikum Peine in diesem Bereich seit 2009 behandelt hat, war das in 95 Prozent der Fälle möglich. Komplikationen seien selten.

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