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Vortrag: „Krisen, Katastrophen und Kriege“

Peine Vortrag: „Krisen, Katastrophen und Kriege“

Peine. „Kann man den Medien noch vertrauen?“ Dies fragte die Journalistin Gemma Pörzgen aus Berlin in ihrem Vortrag bei der Gesellschaft für Sicherheitspolitik, Sektion Braunschweig-Peine-Wolfenbüttel in der Bürgerschänke in Peine.

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Am Rande des Vortrages (v.l.): Friedrich Deichmann, Roland Schwartz, Referentin Gemma Pörzgen, Rolf Wilschek und Bernd Kahnert.

Quelle: Foto: GSP

Journalistisches Selbstverständnis sei es, Arbeit im Dienste der Öffentlichkeit zu leisten. Obgleich Deutschland eines der wenigen Länder mit tatsächlicher Pressefreiheit sei, gebe es in der Medienwelt durchaus Orientierungsbedarf.

Journalisten sähen sich bei ihrer Arbeit häufig beschimpft, behindert oder bedroht. Das reiche vom Vorwurf des „Pinocchio-Journalismus“, der Titulierung als volksverhetzende Eliten und dem Ausschluss von Veranstaltungen, wie durch Pegida und AfD, bis hin zu tatsächlichen Angriffen. Nur durch Qualitätsjournalismus sei Journalismus-Verdrossenheit und dem Verdacht einer „von oben“ gesteuerten Presse in einer zunehmend polarisierten Gesellschaft entgegenzutreten. „Manches stimmt, manches läuft aus dem Ruder“, unterstrich Pörzgen. Großthemen überlagerten die Berichterstattung, als gäbe es nur ein Ereignis, wie das Flüchtlingsthema oder die Anschläge von Paris. Kritik gab es an „medialen Volkspädagogen“, die einseitig positiv über Flüchtlinge berichten.

Wirklichkeit werde in den Medien zum Teil verzerrt dargestellt, die Auslandsberichterstattung verkomme zur Krisenberichterstattung, auch weil immer weniger Geld zur Recherche vorhanden sei. Krisen, Katastrophen und Kriege prägten das Bild von der Welt, weil die Zahl der Zuschauer in die Höhe getrieben werden soll. Die Referentin, Mitglied von „Reporter ohne Grenzen“, gab den Medien zum Schluss auf, sich für eine neue, möglichst objektive, fehlerfreie Medienkultur weiter zu entwickeln und verlangte einen gut funktionierenden Journalismus als Grundpfeiler unserer Demokratie.

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