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Vor 40 Jahren bekam der Kreis Peine ein neues Gesicht

Gebietsreform 1974 Vor 40 Jahren bekam der Kreis Peine ein neues Gesicht

Kreis Peine. Im Landkreis Peine wird derzeit viel über Fusionen geredet – doch Kreisreformen gab es auch in früheren Jahren schon. Heute vor 40 Jahren, am 1. März 1974, bekam der Kreis Peine ein völlig neues Gesicht. An diesem Tag wurde für dieses Gebiet der letzte Teil der niedersächsischen Kreisreform umgesetzt. Seitdem bilden die Stadt Peine und sieben Gemeinden den Landkreis Peine.

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Beim Vertragsschluss in Peine: (sitzend von links) Bürgermeister Schuur (Eixe), Bürgermeister Titze und Gemeindedirektor Kandelhardt (beide Vöhrum), Bürgermeister Reupke und Gemeindedirektor Plate (beide Stederdorf).

Durch die Gebietsreform bekam der Kreis mit einem Schlag nicht nur fast die kompletten heutigen Gemeinden Wendeburg und Vechelde dazu, sondern auch deren mehr als 20000 Einwohner. Trotz des Verlusts von vier Orten (Eltze, Dedenhausen, Ohof, Hämelerwald) wuchs die Zahl der im Kreis lebenden Menschen auf 121000. Die übergeordnete Behörde war übrigens fortan nicht mehr der Regierungsbezirk Hildesheim, sondern der Verwaltungsbezirk Braunschweig (ab 1978 Regierungsbezirk, 2004 aufgelöst)

Einige Kommunen hatten die Reform schon vorgezogen: Die Gemeinden Ilsede und Lahstedt (beide 1971) sowie Lengede (1972) waren bereits in den Jahren zuvor entstanden. Auch die Stadt Peine war schon größer geworden, seitdem sich ihr 1968 die damalige Gemeinde Handorf angeschlossen hatte.

Die Stadt Peine bekam 14 neue Ortschaften und ebenfalls fast 20000 neue Einwohner, damit stieg die Zahl der Peiner auf knapp 50000. Um einige musste jedoch lange geworben werden. Die Gemeinden Duttenstedt und Essinghausen etwa gehörten zuvor zum (am 1. März 1974 aufgelösten) Landkreis Braunschweig und wollten partout weiter jeweils einen eigenen Ortsrat behalten. Duttenstedts Bürgermeister Schaper unterschrieb den Gebietsänderungsvertrag erst, nachdem Peines Stadtdirektor Dr. Willy Boß mit Engelszungen auf ihn eingeredet hatte. Essinghausens Bürgermeister Heinrich Hornborstel verweigerte die Unterschrift komplett. Erst einen Tag später, am 8. Februar 1974, unterzeichnete er dann doch zähneknirschend: „Wir mussten uns diesem Diktat beugen. Uns blieb ja gar nichts anderes übrig.“

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