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Von Toten lernen: Ausstellung mit „echten Körpern“

Peine Von Toten lernen: Ausstellung mit „echten Körpern“

Eigentlich ist es für Peiner ungewohnt, ein Zelt ohne Artisten auf dem VfB-Platz anzutreffen. Anstatt treibender Manegen-Musik erklingen jetzt ruhige Töne aus dem Zelt. Dieses Mal soll es um Bildung gehen. Genauer: das Entdecken des menschlichen Körpers unter der normalerweise gut durchbluteten Hautschicht. 

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Zersägte Körper, freigelegte Muskelfasern und eingelegte Föten: Die Ausstellung „Echte Körper“ ist nicht nur für Medizin-Studenten interessant.

Quelle: Michaela Gebauer

Die anatomische Ausstellung „Echte Körper“ zeigt verstorbene Männer, Frauen sowie Sternenkinder (Föten, die bereits vor der Geburt gestorben sind). Dass die Ausstellung überhaupt in Peine gezeigt werden darf, war ein harter Kampf. Schließlich ist das zur Schau stellen von Leichen in Niedersachsen verboten. Kurz vor der Eröffnung hat das Gesundheitsamt dann aber doch grünes Licht gegeben.

Von Sensation ist aber keine Rede. Die plastinierten Körper stehen nicht in spektakulären und pietätlosen Yoga-Positionen auf Tischen - sie liegen auf dem Rücken oder dem Bauch und sehen trotz diverser abgetragener Hautschichten ruhig und friedlich aus.

Kaum ein Körper ist vollständig: Die Knochen sowie Schädel sind sauber zersägt und die Leichen gehäutet, um die Nerven und das Muskelsystem besser erkennen zu können. Da die Exponate teilweise über 30 Jahre alt sind, wirken sie auf den Betrachter eher wie künstliche Nachbildungen aus Plastik. Es ist teilweise unvorstellbar, dass hundert zentimetergenau zerschnittene Teile einmal einen vollständigen Menschen ergeben haben sollen.

Besonders eindrucksvoll sind unter anderem die Füße und Hände der Verstorbenen. Wer genauer hinschaut, kann sehen, dass die Nägel nach dem Tod offenbar weitergewachsen seien müssten, da diese teilweise ungleichmäßig und vor allen Dingen auch unkomfortabel lang sind. Direkt daneben liegen Nieren, Lebern, Herzen und viele weitere menschliche Organe. Einige davon sehen nicht mehr gesund aus - so können unter anderem schwarze Raucherlungen entdeckt werden.

Schwer zu Schlucken hatten hingegen viele Besucher in der Abteilung der Sternenkinder. Hier sind teils vollständig ausgebildete Föten in kleinen Gläsern in einer gelblichen gefärbten Flüssigkeit eingelegt.

• Die Ausstellung ist täglich von 11 bis 18 Uhr bis Sonntag, 18. September zu sehen. Eintritt kostet Erwachsene 15 Euro.

mgb

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