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Von 7056 Straftaten wurden 4069 aufgeklärt

Polizei Peine: Kriminalstatistik 2016 Von 7056 Straftaten wurden 4069 aufgeklärt

Um 509 auf insgesamt 7056 Fälle gestiegen ist die Zahl der registrierten Straftaten. Das geht aus der Kriminalstatistik 2016 des Polizeikommissariats Peine hervor.

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Bei der Vorstellung der Kriminalstatistik für 2016 (v.l.): Stephanie Schmidt (stellvertretende Pressesprecherin), Polizei-Chef Thorsten Kühl, Carsten Sommer (stellvertretender Leiter des Kriminal- und Ermittlungsdienstes) und Pressesprecher Peter Rathai.

Quelle: Michael Lieb

Peine. Besonders auffällig: Glatt verdoppelt hat sich die Zahl der Einbruchdiebstähle in Büro- und Lagerräume (206), Tötungsdelikte gab es acht – fünf mehr als im Vorjahr. Die Zahl der Körperverletzungen ist um 152 auf 680 gestiegen.

Aber es gab auch einige positive Trends, berichteten Peines Polizei-Chef Thorsten Kühl, der stellvertretende Leiter des Kriminal- und Ermittlungsdienstes, Carsten Sommer, Pressesprecher Peter Rathai und Stephanie Schmidt. So habe sich die Aufklärungsquote trotz Steigerung der absoluten Fallzahlen um 2,3 Prozent erhöht.

Hintergrund hierfür ist auch, dass die Polizei einen Serien-Autoaufbrecher dingfest machen konnte, dem allein 38 Taten zugeschrieben werden, viel in Bahnhofsnähe. Mit brachialer Gewalt warf er Autoscheiben ein und entwendete innerhalb von wenigen Sekunden Handtaschen, Geldbörsen und andere Wertgegenständen. Bei dem Täter soll es sich um einen 20-jährigen Asylbewerber aus Braunschweig handeln, der stets per Zug anreiste.

Zudem erwischten die Ermittler eine Graffiti Sprayer-Bande, die in und um Peine für 50 Schmierereien verantwortlich gemacht wird (PAZ berichtete). Die sechsköpfige Gruppe hinterließ im gesamten Stadtgebiet „HSV“-Schriftzüge, unter anderem auf Brücken, Stromkästen, Hauswänden.

Im Bereich der Rauschgiftkriminalität konnte 2016 durch gezielteren Personaleinsatz mehr Druck auf die örtliche Szene ausgeübt werden, erläuterte Sommer. Ein Drogen-Dealer, der offenbar zahlreiche weitere Händler versorgte, ist erwischt worden. Insgesamt verzeichnete die Polizei aber einen Anstieg der Rauschgiftdelikte um 49 auf insgesamt 245.

Polizei-Chef Kühl wies darauf hin, dass es sich bei den meisten Zahlen „um normale Schwankungen“ handele. Grundsätzlich könne man sich im Landkreis Peine vergleichsweise sicher fühlen. Zum Vergleich: Auf 100000 Einwohner kommen im niedersächsischen Schnitt 7090 Straftaten, im Landkreis Peine sind es dagegen „nur“ 5300.

Zur Jugendkriminalität: Die Zahl der ermittelten Tatverdächtigen ist gegenüber dem Vorjahr um 20 auf 322 zurückgegangen, 41 davon haben nicht die deutsche Staatsbürgerschaft. Die Polizei geht davon aus, dass sich die Zahl von Kindern und Jugendlichen, die eine Vielzahl von Straftaten begeht, allerdings weiter erhöhen wird. Derzeit seien 38 sogenannte Schwellentäter erfasst, die regelmäßig in Erscheinung treten. Für diese gibt es eine Art Punktesystem. Ist ein gewisser Stand erreicht gelten sie als Intensivtäter. In diese Kategorie sind derzeit vier Heranwachsende eingestuft. Sie sind allesamt männlich, 17,18 und 20 Jahre alte und wohnen bis auf eine Ausnahme im Stadtgebiet. Ihre Straftaten: Körperverletzung, Diebstahl, Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz und Betrug. Einer der jungen Männer soll allein für mehr als 100 Delikte verantwortlich sein. Bei der Polizei war zeitweise ein Sachbearbeiter mit diesem voll ausgelastet.

mic

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