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Vom Dunkel der Nacht in das Morgenlicht des Ostersonntags

Viele Gläubige trafen sich am Ostersonntag bereits um 6 Uhr Vom Dunkel der Nacht in das Morgenlicht des Ostersonntags

Nach dem eher stillen Gedenken der Karwoche mit dem Höhepunkt am Karfreitag, dem Todestag Jesu, zogen am Ostersonntag wieder Licht und Fröhlichkeit in die evangelisch-lutherischen Kirchen im Peiner Land ein. Einige Gemeinden feierten die Auferstehung Jesu auch schon am späten Sonnabend.

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In Klein Ilsede konnten alle Teilnehmer des Gottesdienstes gemeinsam Frühstücken.

Quelle: Dr. Nicole Laskowski

Kreis Peine. In Klein Ilsede trafen sich die Gläubigen um 6 Uhr morgens am Ostersonntag in der Friedhofskapelle. Obwohl es draußen schon langsam hell wurde und die Vögel fröhlich zwitscherten, herrschte in der Kapelle noch fast Dunkelheit. Lediglich drei Engel mit Kerzen sorgten für einen Lichtschein. Pastor Carsten Warncke las von Kreuzigung und Tod. Dann führte er die Gemeinde mit einer Laterne aus der Kapelle und machte sich auf den Weg zur St.-Urban-Kirche.

Dort angekommen verteilte der Pastor das Osterlicht an alle Besucher und rief: „Der Herr ist auferstanden. Er ist wahrhaftig auferstanden!“ Anschließend wurde der am Karfreitag abgeräumte und verhüllte Altar wieder geschmückt. Für den musikalischen Rahmen sorgte der Posaunenchor unter Leitung von Henning Schmedes.

In seiner Predigt nahm Pastor Warncke Bezug auf die zwiespältigen Gefühle der Jünger, die die Auferstehung wohl noch nicht so recht glauben mochten. „Sie gingen zurück zum See Genezareth und erinnerten sich an die vielen Geschichten, die sie mit Jesus erlebt hatten, konnten das Geschehen aber nicht wirklich mit ihrem alten Leben in Verbindung bringen“, sagte der Pastor.

Schließlich brach Petrus aus, um Fischen zu gehen. Erleichtert schlossen sich andere Jünger an, doch sie fingen in dieser Nacht nichts. Als sie zurückkehren, stand Jesus am Ufer des Sees und bescherte ihnen einen reichen Fang und ein üppiges Mahl.

„Jesus begegnet den Jüngern, wie sie ihn jetzt gerade brauchen. Sie vertrauen seinem Wort. Jesu Nähe vertreibt die Dunkelheit. Das gilt auch für uns. Er möchte in allen Nächten und Dunkelheiten bei uns sein. Er steht am Ufer von Zeit und Ewigkeit“, schloss Pastor Warncke.

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