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Vogelgrippe: Geflügelhalter sehen Situation gelassen

Ebert: „In Peine wurde noch kein Tier infiziert“ Vogelgrippe: Geflügelhalter sehen Situation gelassen

Peine. Die Vogelgrippe trifft die Geflügelhalter im Landkreis Peine hart: Sie sind dazu verpflichtet, ihr gesamtes Geflügel aufzustallen. Das bedeutet, dass die Tiere vorerst nicht mehr an der frischen Luft sein dürfen.

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Den Küken im Stall von Christoph Ehlers geht es gut, sie haben keine Gefahr von außen zu befürchten.

• Christoph Ehlers, der in Solschen einen Stall mit 37.000 Masthähnchen betreibt, bleibt aber gelassen und sagt: „Die Hygienestandards für Spezialbetriebe wie unseren liegen ohnehin so hoch, wie es jetzt für private Halter erforderlich ist“. Die Erkrankung von Tieren in einem Maststall für Puten in Mecklenburg-Vorpommern führt er auf möglicherweise unzureichende Stallhygiene zurück. „Wir arbeiten in einem geschlossenen System, da ist es schwer für die Erreger hineinzugelangen“, betont er.

• Michael Löhr aus Mehrum, der seinen Maststall bei Hämelerwald betreibt, sieht ebenfalls noch keinen Grund zur Panik. „Es kommen zwar Nachfragen aus der Bevölkerung, aber wir stehen in gutem Kontakt zum Veterinäramt“, sagt er.

• Jan Dettmer aus Adenstedt hat schon mehr Grund zur Sorge, er nennt einen Stall mit Freilandgehege für 15.000 Legehennen sein Eigen. Bereits vorsorglich hat er sich am Samstag vergangener Woche - also vor dem Bekanntwerden der toten Ente in Eixe - entschlossen, die Tiere im Stall zu lassen. „Wir selber steigern unsere Hygiene noch und weisen die Fahrer der Futter-Lkw und die Eiergroßkunden auf besondere Vorsicht hin“, sagt der Landwirt.

• Vogelzüchter Tim Woltering aus Bülten schätzt die Lage für seine Interessengenossen eher kritisch ein. In Kassel sollte am Wochenende eine Bundesschau stattfinden, diese wurde aus Sicherheitsgründen abgesagt.“ So etwas kann in unseren Kreisen existenzgefährdend sein“, führt er an.

• Selbst bei der abgesagten Geflügelschau in Rosenthal gab es große Einbußen. Mehr als 200 Mitglieder des Geflügelzuchtvereins Kreisverband Peine ärgern sich darüber, dass sie kein Rassegeflügel verkaufen können. So auch Klaus-Dieter Ebert vom Vorstand. Er betont, dass für viele Geflügelzüchter das Aufstallen nicht das Schlimmste sei. „Die Tiere sind einen engen Stall nicht gewohnt und können dadurch aggressiv werden“, schildert er. Bei ihm wäre das größte Problem, dass seine Tiere im Stall so stark schwitzen, dass sie dadurch anfälliger für Krankheiten werden. „Insgesamt ist in Peine aber noch kein Tier infiziert worden. Das hätten wir nämlich schon erfahren“, so Ebert.

ane/mgb

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