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Vöhrum: Weichen für Nahversorgungszentrum gestellt

Peine Vöhrum: Weichen für Nahversorgungszentrum gestellt

„Wenn der Nahversorger erst mal steht, wird man sehen, welche positiven Auswirkungen das auf Vöhrum haben wird“, sagte Ortsbürgermeister Ewald Werthmann, nachdem sich der Ortsrat in seiner Sitzung einstimmig für den Neubau und die Schaffung der planungsrechtlichen Grundlagen ausgesprochen hatte.

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Grafikentwurf: So oder so ähnlich könnte das geplante Nahversorgungszentrum an der Kirchvordener Straße aussehen. Die Skizze zeigt den Planungsstand von Mitte 2015.

Quelle: Archiv

Vöhrum. Werthmann erhofft sich unter anderem eine Belebung des Ortskerns.

Schon seit Jahren stehen der ehemalige Aldi-Markt, die davor befindliche Ladenzeile zum großen Teil und das nebenan liegende frühere Sparkassen-Gebäude an der Ortsdurchfahrt leer. Kein Aushängeschild für Peines größte Ortschaft, die ohnehin über kein richtiges Dorfzentrum verfügt. Mit dem Neubau könnte sich das ändern.

Die Ortspolitik erhofft sich durch den geplanten Edeka- und den Rossmann-Markt auch Synergieeffekte, wie etwa bessere Vermarktungschancen für das ehemalige Rathaus, das leer steht, seit die Vereine und die Polizei ins benachbarte ehemalige Pfarrhaus, das jetzige Bürgerhaus, gezogen sind.

Ortsratmitglied Dr. Ingo Reinhard (CDU) erklärte, dass man froh sei, das Verfahren nach über sechs Jahren und mehreren Anläufen politisch erfolgreich abschließen zu können. Es sei richtig gewesen, das gesamte Gelände neu zu überplanen, auch wenn das bei insgesamt sechs Grundstückseigentümern nicht ganz einfach gewesen sei. Eine „Flickenlösung“ hätte spätestens nach 15 Jahren wieder zu Problemen geführt. Gleichzeitig wies Reinhardt darauf hin, dass er selten ein Verfahren erlebt habe, das in der Öffentlichkeitsbeteiligung, besonders bei den Behörden so viele Bedenken ausgelöst habe. Diese Tatsache sei dem Umstand geschuldet, dass die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung des Projekts unter den vorgegebenen Bedingungen wie Gebäudeabrisse, Bau einer Linksabbieger-Spur, hochwertige Fassadengestaltung und Architektur eine bestimmte Mindestgröße des Bauvolumens verlange.
Dirk Franz (SPD) sagte: „Ich habe in dem Verfahren auch oft den Kopf geschüttelt.“ Positiv zu bewerten sei, dass man nun einen „äußerst hässlichen Leerstand“ wegbekomme. Im Hinblick auf Einwände von Anwohnern, sagte er: „Es liegt bei einem solchen Projekt in der Natur der Sache, dass abgewogen werden muss. Unser Ansinnen jedenfalls war es, etwas für alle Bürger zu tun. Darüber haben wir uns viele Gedanken gemacht und stimmen deshalb voll und ganz zu.“ Ähnlich sah es auch Katharina Ruschitschka (Grüne): „Ich begrüße es, dass das Verfahren zum Abschluss gekommen ist. Auch ich hatte Bauchschmerzen, weil nun eine alte Kastanie gefällt werden muss. Die Alternative wäre gewesen, den Markt nicht zu bauen. Aber es geht mir auch ums Allgemeinwohl.“

Lob gab es von allen Seiten für den Investor Michael Betker, der sich jederzeit kooperativ und gesprächsbereit gezeigt habe. Ein Anwohner bedankte sich dafür sogar explizit, auch für den guten Informationsaustausch mit der Verwaltung und dem Ortsrat. Allerdings monierte dieser, dass es keinen Hinweis darauf gegeben habe, wo die Stellungnahmen zu den Eingaben der Beteiligten zu finden sind. Ein Verwaltungsmitarbeiter sagte spontan zu, den Fall prüfen zu wollen.

mic

Zeitpläne für den Neubau

Damit das Projekt in die Realisierungsphase gehen kann, werden noch positive Beschlüsse im Planungsausschuss (10. Februar), im Verwaltungsausschuss (22. Februar) und im Rat der Stadt (25. Februar) benötigt. Laut dem Investor Michael Betker ist der Bauantrag bereits in Vorbereitung. Der Neubau soll möglichst im April beginnen. Klappt dies, könnte bereits vor Weihnachten eröffnet werden. Derzeit arbeite man an der Einbindung des Nahversorgers in das Umfeld, auch im Hinblick auf die Dorferneuerung.

mic

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