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Viereinhalb Jahre Haft für Drogenkurier

Peine Viereinhalb Jahre Haft für Drogenkurier

Peine/Hildesheim. Drogen-Prozess: Ein Niederländer musste sich am Dienstag vor dem Landgericht Hildesheim verantworten. Dem 50-Jährigen wurde „unerlaubter Besitz von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge“ vorgeworfen.

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Haft für Drogenkurier: Die Polizei schnappte den Niederländer auf der A2 bei Peine.

Quelle: Archiv

Bei eine Zollkontrolle auf der A2 bei Peine hatten Zöllner 12,9 Kilo Amphetamin und 4,8 Kilo Ecstasy im Kofferraum seines Autos gefunden. Als „hahnebüchen“ und „völligen Blödsinn“ fasste der Vorsitzende Richter Peter Peschka die Erklärungen des Angeklagten zusammen. Das Urteil: viereinhalb Jahre Haft.

Zum Hintergrund: Im Juni wurde bei einer Routine-Kontrolle auf der A2 bei Peine von Beamten des Hauptzollamts Hannover im Kofferraum des Autos eine schwarze Reisetasche entdeckt (PAZ berichtete). Darin befanden sich 15 schwarze Kunststoffbeutel. Zwölf der Beutel enthielten insgesamt 12,9 Kilo Amphetamin, die restlichen drei Beutel waren mit 4,8 Kilo blauen Ecstasy-Pillen gefüllt.

Der Niederländer war in Deutschland unterwegs, weil er angeblich eine Frau bei Magdeburg treffen wollte, die er wenige Wochen zuvor in einem Saunaclub kennengelernt habe, so seine Aussage. Diese Frau namens Beate habe jedoch keine Telefonnummern austauschen wollen, sodass sie unauffindbar blieb. Auch einen vollständigen Namen konnte der Angeklagte nicht nennen.

Um die mehr als 400 Kilometer von Venlo bis Magdeburg zurückzulegen, hatte er sich ein Auto gemietet - einen Mercedes. Auch die Wahl des Wagentyps war ein Umstand, den Peschka kritisch hinterfragte, denn der Angeklagte ist arbeitslos und lebt von knapp unter 400 Euro im Monat. Der Richter rechnete also vor, dass Miete und Sprit für die Fahrt schon weit über das monatliche Budget hinausliefen.

In seinem Urteil - viereinhalb Jahre Haft für den Niederländer - blieb er dann nur knapp unter dem Antrag der Staatsanwaltschaft, die eine Freiheitsstrafe von vier Jahren und neun Monaten gefordert hatte. Peschka ordnete die Geschichte um die Verabredung mit einer Frau als „völlig unglaubhaft“ ein und bezeichnete den Schuldigen als „klassischen Drogenkurier.“ Weiter sagte er: „Die Wahl des Autos und einfach so 900 Kilometer zu fahren, um eine fast unbekannte Frau zu treffen, macht keinen Sinn.“

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