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Vier Jahre Haft für Heroinhandel

Peine Vier Jahre Haft für Heroinhandel

Peine/Hildesheim. In dem Prozess gegen zwei Jahre alte 26 Heroindealer aus Hannover (PAZ berichtete) hat das Schöffengericht am Landgericht Hildesheim jetzt gegen den Haupttäter wegen verbotenen Handels mit Betäubungsmitteln eine Freiheitsstrafe von vier Jahren verhängt.

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Quelle: dpa

Peine. Sein Kompagnon konnte das Gericht als freier Mann verlassen: Bei ihm urteilten die beiden Berufsrichter und die Schöffen auf Beihilfe und maßen ihm ein Jahr und neun Monate Freiheitsstrafe zu, die drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt werden.

„Sie sind mit ihrem umfassenden Geständnis sozusagen in Vorleistung gegangen“, sagte der Richter zu dem jungen Türken, der im vergangenen Jahr von einem Landsmann einen Beutel mit 500 Gramm Heroin erhalten hatte, um es weiter zu verkaufen. Der Delinquent befand sich damals in einer ausweglosen Situation und sah in dem Job als Dealer eine Chance. Er habe im Prozess nicht geschachert, sein Geständnis sei frei von taktischen Erwägungen gewesen und habe den Prozessverlauf - ursprünglich waren drei weitere Verhandlungstage angesetzt - entscheidend vereinfacht, hielt der Richter dem Angeklagten zu Gute. Gleichwohl habe er aber eine große Menge einer sehr gefährlichen Droge - knapp die Hälfte war verkauft, als die Polizei beide in flagranti festnahm - mit hohem Suchtpotenzial in Umlauf gebracht und auch noch seinen gleichaltrigen Landsmann, den Mitangeklagten, hinein gezogen. Zwar sei er bislang in Deutschland nicht straffällig geworden, war aber als Jugendlicher in der Türkei bereits wegen Besitzes von Marihuana zu einer unverhältnismäßig hohen Gefängnisstrafe von sechs Jahren verurteilt worden, die er noch nicht abgesessen habe. „Durch Ihr Geständnis, mit dem sie sich selbst sehr belastet haben, haben sie sich aber einen großen Teil der Strafe erspart“, versicherte der Richter. Der Staatsanwalt hatte fünf Jahre, der Verteidiger zwei Jahre und sechs Monate beantragt.

Der zweite Angeklagte, ebenfalls bislang straffrei, fungierte nur als Bote. Beide hatten in ihrem so genannten letzten Wort deutlich Einsicht und Reue gezeigt und sich in aller Form vor dem Gericht entschuldigt. „So etwas habe ich von Tätern aus dieser Branche noch nie erlebt“, sagte der Richter.

hui

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