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Vielen Krankenhäusern droht das Aus: Klinikums-Mitarbeiter gingen auf die Straße

Peine. Vielen Krankenhäusern droht das Aus: Klinikums-Mitarbeiter gingen auf die Straße

Mehr als die Hälfte aller Kliniken in Niedersachsen schreiben rote Zahlen, sind chronisch unterfinanziert, auch das Klinikum Peine. „Langfristig steigt damit die Gefahr einer Insolvenz für die betroffenen Häuser“, fasst Arturo Junge, kaufmännischer Direktor des Peiner Klinikums, zusammen und schlägt gemeinsam mit der Belegschaft Alarm. Denn: Gefahr droht insgesamt Zwei Dritteln aller Häuser im Land.

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Info-Stand des Klinikum (v.l.): eine Passantin, Axel Burgdorf, Arturo Junge und Fabienne-Mirell Sissel.

Quelle: pif

Gestern sammelten Junge, Klinikums-Betriebsrat-Chef Axel Burgdorf und weitere Mitarbeiter Unterschriften und machten auf das Problem aufmerksam. „Die Resonanz der Peiner ist toll“, sagte Junge. Und tatsächlich unterschrieben viele Passanten eine der Postkarten, die dann von der Niedersächsischen Krankenhausgesellschaft an Niedersachsens Sozialministerin Cornelia Rundt überreicht werden sollen.

Problematisch seien steigende Personalkosten, etwa durch Tarifsteigerungen, die nicht ausreichend refinanziert werden. Gleichzeitig seien die Krankenhäuser gezwungen, in die stationäre Versorgung erheblich zu investieren. In Peine betrifft das aktuell die OP-Abteilung mit einem Volumen von 26 Millionen Euro - Kosten, die das Land Niedersachsen nur teilweise übernimmt. Die Folge: Die eigentlich duale Finanzierung zwischen dem Land, das Investitionen trägt, und den Krankenkassen, die die Betriebskosten übernehmen, funktioniert nicht mehr. Die Krankenhäuser müssen einen immer größeren Anteil aus eigenen Mitteln finanzieren.

Das Klinikum investierte in den ersten großen Bauabschnitt seit 2008 zehn Millionen Euro aus eigener Kraft zu den Gesamtkosten von rund 16,25 Millionen Euro. Damals waren das Foyer, die Cafeteria, das medizinische Diagnostikzentrum und die Notaufnahme saniert worden. Die Kernforderungen lauten daher:

- Personal- und Sachkostensteigerungen müssen voll refinanziert werden.

- Ausreichende Investitionskostenfinanzierung durch die Länder.

pif

  • Am Mittwoch, 23. Juli, veranstaltet das Klinikum ab 12 Uhr eine aktive Mittagspause zum Thema.
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