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Viel mehr als „nur ein bisschen singen“

Peine Viel mehr als „nur ein bisschen singen“

Harfe im Peiner Spitta-Heim: Die Kreismusikschule Peine und die Senioren-Bleibe vereinbarten eine Kooperation, um mit einem speziellen Musik- und Musizierangebot Leib und Seele der Bewohner zu bewegen.

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Christiane Rosenberger musizierte am Wochenende im Spitta-Seniorenzentrum gemeinsam mit den Bewohnern.

Quelle: uj

Peine. Jeweils mittwochs schulterte die Harfenistin und Rhythmik-Geragogin Christiane Rosenberger ihr Instrument und erfüllte die Wohnbereiche von Erdgeschoss bis unter das Dach nicht nur mit heilendem Wohlklang, sondern ihre ergrauten „Schüler“ auch mit der Motivation, sich nach individueller Anleitung dazu zu bewegen die die Klänge mit geeigneten Instrumenten intuitiv mit zu gestalten. Und nicht nur das: auch beim speziellen Musizieren am Krankenbett erlebten Rhythmik-Geragogin und Patient ganz besondere und oftmals sehr bewegende Begegnungen - ganz nach dem Kreismusikschul-Leitbild, „musikalisch-kulturelle Teilhabe allen Menschen zu ermöglichen.“

Nachdem zum Ende des Schuljahres die Quelle, aus der sich diese Kooperation finanziell speiste, versiegte, entschied sich Rosenberger für den vergangenen Samstag zu einem Benefizkonzert, um damit wenigstens für einen geldlichen Anfang zur Fortsetzung dieser heilsamen Zusammenarbeit zu sorgen.

Und so wundert gar nicht, dass die Musikerin in der voll besetzten Cafeteria des Spitta-Hauses mit viel Hallo geradezu sehnsüchtig erwartet wurde. Und Rosenberger setzte gut gelaunt und fröhlich moderierend mit ihrer musikalischen Darbietung gleich da an, wo sie am „letzten Schultag“ aufgehört hatte: sie bewegte wie mühelos und scheinbar intuitiv die mehr als 75 Zuhörer an Leib und Seele durch Mitsingen und Mitklingen. Besonderen Anklang fanden ihre speziellen Neubearbeitungen deutschen Volksliedgutes.

„Freut euch des Lebens“ beispielsweise klinge da „andersrum und in Moll“ schon irgendwie meditativ und aus „Theo spann den Wagen an“ wird eine rasante Rallye zweier wildgewordener Mähdrescher. Das Publikum beginnt stets reflexartig und textsicher zu singen oder die zuvor verteilten Rhythmus-Instrumente in Bewegung zu setzen.

Was die Musikexpertin bereits erreicht hat, scheint längst nachhaltig zu wirken, die Stimmung der Beteiligten auffällig zu erhellen und zu einem ganz besonderen Zusammengehörigkeitsgefühl zu führen - also zu viel mehr, als „nur ein bisschen Singen“.

uj

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