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Viel Wirbel um den Adenstedter Wolf

Kreis Peine Viel Wirbel um den Adenstedter Wolf

Der mutmaßliche Wolf, der am Sonntagmorgen im Adenstedter Wald einen Husky angegriffen haben soll (PAZ berichtete), ist auch Tage nach dem Vorfall in aller Munde.

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Quelle: A

In sozialen Netzwerken kursieren Gerüchte, dass eine Mitarbeiterin des Naturschutzbundes Niedersachsen den zuständigen Jagdpächter unter Druck gesetzt haben soll, damit der Vorfall nicht an die Öffentlichkeit gelangt.

Auch bei der PAZ sind gleich aus vier voneinander unabhängigen Quellen Hinweise eingegangen, dass die mögliche Wolfsattacke vielleicht vertuscht werden sollte. „Der Jagdpächter wurde von einer Mitarbeiterin des Naturschutzbundes angerufen und dazu angehalten, den Vorfall stillschweigend hinzunehmen“, heißt es in einer anonymen Mitteilung. Das scheint aber nicht zu stimmen.

Der Nabu-Landesverband erklärte auf Anfrage, dass es gar kein Gespräch mit dem Jagdpächter gegeben habe. Diese Version bestätigte ein Sprecher der Adenstedter Jägerschaft.

Ein Gespräch habe es hingegen mit einer Mitarbeiterin der Naturschutzbehörde des Landkreises gegeben, sagte der Jäger. „Ich habe sie über die Fakten und unsere Untersuchungen vor Ort aufgeklärt. Wir waren uns sofort darüber einig, dass wir aufgrund der schlechten Beweislage keine Panik verbreiten wollen.“ Immerhin konnte ein Wolfsvorkommen in Adenstedt bislang nicht nachgewiesen werden. Kann das als Vertuschung gewertet werden? Bei dieser Frage gibt es unterschiedliche Auffassungen.

Ob es tatsächlich ein Wolf war, der den Husky im Odinshain angegriffen und an den Lefzen leicht verletzt hat, wird derzeit noch untersucht. Fotos, die der zuständige Wolfsberater vor Ort gemacht hat, werden von der Landesjägerschaft ausgewertet. „Ein Abstrich an der Wunde des Hundes war leider nicht mehr möglich, da sie bereits von der Halterin versorgt worden war“, sagt Wolfsberater Lüder Richter aus Vöhrum.

Die Adenstedter Jägerschaft konnte lediglich bestätigen, dass es „definitiv einen Vorfall“ im Odinshain gegeben hat. Haare oder Schweißspuren habe man nicht sicherstellen können. „Aufgrund des Laubes und der trockenen Witterung war es nicht mehr möglich, Spuren zu finden“, so der Jäger. Und auch weitere Hinweise, wie etwa gerissenes Wild, konnten die Jäger in dem mit rund 70 Hektar Fläche recht überschaubaren Waldstück nicht finden.

Gänzlich ausschließen können die Experten ein Wolfsvorkommen in Adenstedt allerdings auch nicht. „Es kommt öfter vor, dass sich einzelne Wölfe vom Rudel lösen“, sagt Förster Christoph Reese, Leiter des Hegerings Adenstedt-Vöhrum. „Wölfe legen am Tag viele Kilometer zurück. Wenn es ein Wolf war, war er vermutlich auf der Durchreise.“

Der Hinweis der Hundehalterin sei daher ernst zu nehmen, und dass sie die Polizei alarmiert hat, sei richtig gewesen, betont Reese. „Wölfe sind keine Haustiere.“

ju

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Fragen und Antworten zum Thema Wölfe

Nach dem Vorfall im Adenstedter Wald, bei welchem ein durch das Gehölz streifender Wolf einen Husky angegriffen haben soll, mehren sich Skepsis, Verunsicherungen und vor allem viele Fragen zum Thema „Wölfe in Deutschland“.

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