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„Very british“: Premieren-Lesung in der Krimi-Stube

Peine „Very british“: Premieren-Lesung in der Krimi-Stube

Peine. Seine geistigen Söhne sind noch bekannter, als ihr Vater: Sherlock Holmes und Dr. Watson und ihr Daddy Sir Arthur Conan Doyle. Der Peiner Journalist und Rezitator Ulrich Jaschek ließ bei seiner Lesung sowohl die einen als auch den anderen auferstehen - in der zur Bakerstreet 221b umgewandelten Krimi-Stube in der Jägerstraße in der Peiner Südstadt.

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Tatort Krimistube: PAZ-Autor Ulrich Jaschek las Geschichten von Sherlock Holmes bei Tee und Selbstgebackenem.

Quelle: im

Schwer vorstellbar, an welchem Ort das hätte sonst gelingen können, außer im Dartmoor oder am Reichenbachfall in der Schweiz, wo der Meisterdetektiv sein Leben verlor und dann doch nicht.

Krimi-Stuben-Initiatorin Sabine Schymosch hatte für die acht Kriminalfall-Liebhaber, die sich zu der Veranstaltung als erste von vielen anderen angemeldet hatten, ihr kleines Literatur-Wohnzimmer liebevoll „very british“ dekoriert und servierte stilecht Tee und Selbstgebackenes für die Zuhörer im gedämpften Licht auf dem gemütlichen alten Sofa oder in den behaglichen Sesseln.

Für viele war es ihr „erster Ausflug in die Südstadt seit vielen Jahren“. Eine Krimi-Freundin aus dem Nordkreis „musste richtig lange suchen“, andere fanden den Stuben-Standort unter der Nord-Süd-Brücke unmittelbar am Bahnübergang „atmosphärisch genial“ und lobten einhellig Schymoschs Krimi-Intitiative. Morde im Herbst, Nebelschwaden, Kerzenlicht, flackernd wie die Augen des Hundes von Baskerville, die Gäste griffen zur Teetasse und spürten wohliges Schauern.

Stimmungen also, wie sie ganz früher mal die Großmütter zu wecken wussten: Geschichtenerzählerinnen, im Schummerlicht zwischen Tag und Nacht. So auch beim Holmes-Abend, bei dem das Publikum gefühlsmäßig auf seine Kosten kam.

Drinnen die dampfende Teetasse, vor der Tür die dumpfe Glocke der Bahnschranke und das Stampfen des vorbeizuckelnden Zuges - dazwischen das, was geschah unter „des Sternenhimmels weichem ungewissen Licht“.

Jaschek zeichnete das Bild eines Detektivs mit geistiger Sprungkraft, gepflegter Ausdrucksweise und dem Brandy-Flachmann stets zur Hand - den perfekten Mord noch perfekter nachempfindend. Spannend übrigens auch für einer der Kriminal-Literatur zugeneigten Polizeibeamtin, die auf Einladung der Stübchen-Chefin gern mit ermittelte.

 rd

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