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Versuchter Überfall mit Messer: Bewährung

Peine Versuchter Überfall mit Messer: Bewährung

Ein Jahr auf Bewährung und 300 Stunden gemeinnützige Arbeit für einen minderschweren Fall von versuchter räuberischer Erpressung: Glück für den Angeklagten, es hätte schlimmer kommen können.

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Amtsgericht Peine: Gestern musste sich ein 41-Jähriger wegen versuchter räuberischer Erpressung verantworten.

Quelle: A

Das war passiert: Am Tattag im August 2011 hatte der Angeklagte schon morgens Alkohol getrunken, war zu seinem Plätzchen in der Südstadt gegangen, um dort weiter zu trinken. Gegen 18 Uhr ist er in eine Tankstelle an der Wiesenstraße gegangen, bedrohte den Angestellten mit einem Fahrtenmesser und forderte mehrfach „Geld her“. Als sich der Mitarbeiter nicht aus der Ruhe bringen ließ, gab der heute 41-Jährige sein Vorhaben auf, fing an seine Lebensgeschichte zu erzählen und bekam von dem Angestellten sogar ein Bier spendiert, damit er ging. Der Angeklagte selbst konnte sich an die Tat nicht mehr erinnern, erkannte sich aber auf einem Video.

„Es ist gerade nochmal gut gegangen“, betonte die Richterin am Peiner Amtsgericht gestern. Zu verdanken sei dies dem besonnenen Verhalten des Tankstellenmitarbeiters. „Wenn Sie das Geld gekriegt hätten, wäre es schwerer Raub mit Waffe. Und kein Mensch kann ausschließen was passiert wäre, wenn sich der Mitarbeiter gewehrt hätte“, sagte die Richterin mit Blick auf das Messer.

„Es tut mir schrecklich leid“, sagte der Angeklagte, der eine Therapie hinter sich hat und bislang trocken ist. „Es macht mir auch Angst, deshalb habe sich die Therapie gemacht. Ich will alles daran setzen, dass mir der Feind Alkohol nicht mehr so böse mitspielt“, beteuerte er, auch weil er eine kleine Tochter habe. Halt habe er durch die Ambulante Hilfe, der Kreis helfe ihm und seine Gruppe.

Eben dies spreche auch massiv für den Angeklagten, sagte die Richterin. Dass er Angst vor sich selbst gekriegt habe. „Sie haben die absolut richtige Konsequenz daraus gezogen. Bitte werden sie nicht rückfällig, der erste Schluck ist verheerend.“ Die Arbeitsstunden sollen helfen, um wieder in den Arbeitsprozess reinzukommen.

jti

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