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Versuchter Mord: Wollte Peinerin (40) ihren Ex-Fahrschullehrer erschießen?

Peine/Hildesehiem Versuchter Mord: Wollte Peinerin (40) ihren Ex-Fahrschullehrer erschießen?

Peine/Hildesheim. Ein ungewöhnlicher Prozess wegen versuchten Mordes hat gestern vor dem Landgericht Hildesheim begonnen: Weil er ihre Liebe zurückwies, soll eine 40-jährige Kurdin im Juni auf der Peiner Beethovenstraße auf das Fahrschulauto ihres früheren Fahrlehrers geschossen haben (PAZ berichtete). Außerdem habe die Angeklagte in Kauf genommen, die 17 und 16 Jahre alten Fahrschüler tödlich zu treffen, die mit im Auto saßen.

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Tatort: Die Garagen an der Beethovenstraße in Peine.

Quelle: im

Die Frau hatte im Jahr 2010 Fahrunterricht bei dem Türken (42) genommen. Nach der Prüfung soll sie Kontakt gesucht und um ein Treffen gebeten haben. Dabei habe sie ihm eröffnet, dass sie in ihn verliebt sei: „Ich war baff“, sagte der Zeuge.

Beide sind verheiratet und haben Kinder. Er habe eine Beziehung abgelehnt, sie habe aber wenigstens um Gespräche gebeten, auf die er sich dann auch einließ. Doch ihre drängenden Anrufe und SMS nervten ihn. Die Frau habe ihn abgepasst, sich einfach in sein Auto gesetzt. Er habe gefürchtet, ins Gerede zu kommen.

Am Tattag erwartete die 40-Jährige ihn an seiner Garage in der Beethovenstraße. Sie zielte mit einer Pistole auf seinen Kopf. Dabei saß er auf dem Beifahrersitz, neben ihm eine Fahrschülerin. Die Angeklagte soll sogar abgedrückt haben, doch löste sich kein Schuss. Als sie daraufhin die Waffe durchlud, fuhr er an. Die Frau schoss hinter dem Auto her, traf dreimal das Heck des VW Tiguan, einmal daneben. Als dem Fahrlehrer später klar wurde, dass die 40-Jährige mit einer scharfen Pistole auf ihn geschossen hatte, habe er einen Schock erlitten, erklärte der Zeuge. Er musste im Krankenhaus behandelt werden.

Die Angeklagte schilderte die Vorgeschichte ganz anders. Ihre Aussage musste aus dem Kurdischen übersetzt werden. Ihren Angaben zufolge habe der Fahrlehrer ihr nachgestellt. Sie habe keine Beziehung anfangen wollen, ihn andererseits anziehend gefunden und sich geschmeichelt gefühlt. Sie hätten sich mehrmals getroffen und im Juni 2012 sei es im Büro der Fahrschule zum Geschlechtsverkehr gekommen.

Diese Aussage verärgerte den Zeugen. Er fürchte um seinen Ruf als Fahrlehrer. Auf Nachfrage von Verteidiger Holger Nitz räumte der gebürtige Türke ein, er habe auch Angst vor den kurdischen Verwandten der Frau. Dagegen behauptet die 40-Jährige, er habe weitere intime Treffen gewünscht. Als sie das ablehnte, habe er gedroht, ihrer Familie Fotos zu zeigen. Obwohl dies allenfalls ganz harmlose Fotos hätten sein können, habe ihr das furchtbare Angst gemacht. Um die Fotos zu bekommen, habe sie ihn mit der Waffe erschrecken, aber nicht töten wollen. Die Verhandlung wird am Dienstag fortgesetzt.

bar

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