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Versuchter Diebstahl: Peiner vor Gericht

Peine Versuchter Diebstahl: Peiner vor Gericht

Peine. Weil sie es vor rund einem Jahr auf die Kasse eines Fitness-Centers in Peine abgesehen hatten, fanden sich zwei junge Männer (18 und 21) jetzt vor dem Jugendschöffengericht wieder. Die Anklage lautete auf versuchten schweren Diebstahl.

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Die Angeklagten hatten es auf die Fitness-Center-Kasse abgesehen.

Quelle: A

Der Jüngere der beiden stand noch unter Bewährung wegen einer Jugendstrafe von 2012, die in das aktuelle Urteil einfloss: Ein Jahr und acht Monate befand das Jugend-Schöffengericht jetzt für angemessen, wiederum auf drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt. Sein Kumpan bekam fürs Schmiere-Stehen 100 soziale Arbeitsstunden und einen sozialen Trainingskurs verordnet.

Als schwerer Diebstahl gilt es, wenn Diebe Dinge entwenden, die besonders gesichert sind - beispielsweise durch eine abgeschlossene Tür oder eine Waren-Sicherungsbox. In diesem Fall blieb es beim Versuch, denn die Angeklagten gingen leer aus. Dennoch drohten empfindliche Strafen.

Der damals noch 17-Jährige überkletterte eine etwa zwei Meter hohe Trennwand, um in den abgeschlossenen Kassenbereich des Fitness-Centers zu gelangen. Beide trainierten in dem Center und konnten mittels eines sogenannten Transponders wie die anderen Kunden die Trainingsräume außerhalb der Öffnungszeiten betreten.

Da in jüngster Zeit gelegentlich Geld aus der Kasse verschwunden war, hielt der Betreiber des Fitness-Studios die Kassenschublade abgeschlossen und außerhalb der Öffnungszeiten auch noch die Tür zum Kassenraum abgesperrt. Zusätzlich hatte er Kameras zur Überwachung dieses Bereichs installiert. Über sie erfuhr er per Bildschirmübertragung ins benachbarte Wohnhaus, dass sich ein Unbefugter im Kassenraum aufhielt, und ging sofort hinüber.

Der Angeklagte behauptete, dass er nur seine goldene Halskette vom Empfang wiederholen wollte, die er beim Sport liegengelassen hatte. Weder der Betreiber noch sein am Empfang beschäftigter Vater wussten aber etwas über eine Kette und schilderten eine typische Situation, in der sie einen Dieb auf frischer Tat ertappten.

Der 21-Jährige nahm sein früheres Geständnis, er habe Schmiere gestanden, zurück, um den Jüngeren vor einer Aufhebung der Bewährung zu schützen. Was beinahe misslang: „Es ist schlimm, dass Sie beide sich dadurch um die strafmildernde Wirkung eines Geständnisses gebracht haben“, klärte die Jugendrichterin auf. Der Jüngere muss 150 soziale Arbeitsstunden ableisten. In zwei Wochen gibt es ein Wiedersehen zwischen ihm und dem Gericht: Dann geht es, wie bei seiner ersten Verurteilung auch, um gefährliche Körperverletzung.

hui

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