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Versuchte Körperverletzung mit Silvesterraketen

Peine. Versuchte Körperverletzung mit Silvesterraketen

Zu einer Geldstrafe in Höhe von 1350 Euro hat der Strafrichter im Amtsgericht jetzt einen Peiner Familienvater (48) verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Mann in der Silvesternacht seine Raketen nicht wie alle anderen senkrecht nach oben abgefeuert hat.

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Mindestens zwei hat er demnach in Richtung einer anderen Menschengruppe in seiner Straße so abgefeuert, dass sie knapp über den Köpfen seiner Nachbarn und von deren Gästen vorbeizischten. Das Gericht erkannte auf versuchte schwere Körperverletzung.

Der Angeklagte räumte ein, dass er mangels einer Sektflasche als Startbasis für seine Silvesterraketen auf eine schlanke Bierflasche hatte zurückgreifen müssen, die sich aber als weniger standhaft erwiesen hätte. Er habe die Flasche gerade noch vor dem endgültigen Umkippen bewahren können. Zudem habe der Wind die Rakete ebenfalls in die Richtung der Nachbarn gedrückt. Alkohol war nicht im Spiel, er habe höchstens zwei Bier getrunken.

Die Nachbarn und ihre Gäste hatten das ganz anders in Erinnerung. Sie beschrieben, wie der Mann in die Hocke gegangen und eine Flasche mit Rakete in ihre Richtung gehalten habe. Eine der Anwohnerinnen hatte eine Kamera geholt, um das Treiben ihres Nachbarn zu dokumentieren. Sie schilderte im Zeugenstand, wie zwei Raketen dicht neben ihr explodierten.

Ein anderer Nachbar beschrieb, dass die Frau vermutlich getroffen worden wäre, wenn sie nicht neben einem Trafohäuschen gestanden hätte, an dem die Rakete schließlich aufschlug.

Staatsanwalt und Richter sahen es nach den Aussagen von fünf Zeugen als erwiesen an, dass der Familienvater absichtlich Raketen in gefährlicher Nähe der anderen Feiernden vorbeizischen ließ - auch wenn dessen Frau beteuert hatte, dass ihr Mann dies nicht absichtlich getan hätte und dass die Nachbarn auch in der Vergangenheit schon mehrfach ihre Ablehnung gegenüber ihrem Mann gezeigt hätten. „Von Feuerwerksraketen geht eine große Gefahr aus, die man nicht unterschätzen darf“, sagte der Richter.

hui

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