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Vermeintlicher Einbrecher bekam Eisenstange zu spüren

Peine - Vor Gericht Vermeintlicher Einbrecher bekam Eisenstange zu spüren

Glimpflich ist eine Auseinandersetzung zwischen zwei ungleichen Gegnern ausgegangen, die sich jetzt fast ein Jahr später vor dem Richtertisch gegenüberstanden.

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Hier wurde verhandelt: Das Amtsgericht Peine.

Quelle: A

Der Angeklagte, der sich wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten musste, stand wegen anderer Delikte unter Bewährung und musste bei einer Verurteilung eine Gefängnisstrafe befürchten. Doch er kam mit einer Geldstrafe von 1000 Euro an das Tierheim und 750 Euro für seinen Widersacher davon, den Gegenwert eines zerrissenen T-Shirts und einer angestoßenen Playstation sowie Wiedergutmachung für ausgestandene Angst und Schmerzen. Darüber hinaus trägt der Angeklagte die Kosten des Verfahrens.

Zu dem Zusammenstoß war es auf einem Firmengelände an der Vöhrumer Straße gekommen, das der 39-jährige Angeklagte mit seiner damaligen Ehefrau und deren Familie für deren Schaustellergeschäft angemietet hatte. Dabei hatte auch eine Eisenstange eine Rolle gespielt. Der 80 Kilogramm schwere Angeklagte hatte seinen einen Kopf kleineren und lediglich 65 Kilogramm schweren Opfer, einem Mann aus Hämelerwald, dermaßen geschlagen, dass er noch zwei Tage lang Rippenschmerzen hatte.

Die Richterin lenkte die Kontrahenten sehr behutsam in eine versöhnliche Richtung. Tatsächlich hatten bei dem Geschehen am 12. Juli vorigen Jahres mehrere unglückliche Zufälle zusammengewirkt. In die Lagerhallen war bereits mehrmals eingebrochen worden. Entsprechend aufgeladen war die Stimmung, als wieder Unbefugte auf dem Grundstück entdeckt wurden.

Der 32-jährige Hämelerwalder war mit drei jungen Leuten, die er erst kurz kannte, durch einen offenbar nicht ganz intakten Bauzaun hindurch auf das Grundstück gelangt, um dort mit ihnen zu trinken und „zu chillen“. Plötzlich sei er angegriffen, am T-Shirt gerissen, geschüttelt, geschubst, gewürgt und mehrmals mit der Eisenstange geschlagen worden. Er habe keine Luft bekommen und Panik gehabt.

Noch während der Verhandlung entschuldigte sich Jens H. für sein aggressives Verhalten, und sein Opfer nahm die Entschuldigung an. Deshalb und weil für ihn wegen seiner Bewährungsauflagen viel auf dem Spiel stand, einigten sich die Parteien unter der Regie der Richterin gemeinsam auf eine Geldstrafe.

sz

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