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Verhandlungs-Marathon am Arbeitsgericht: Ex-Mitarbeiter von Härke klagen

Peine Verhandlungs-Marathon am Arbeitsgericht: Ex-Mitarbeiter von Härke klagen

Verhandlungs-Marathon gestern vor dem Arbeitsgericht Braunschweig: Acht ehemalige Härke-Brauerei-Mitarbeiter klagten gegen ihre Kündigung. Drei Kläger waren erfolgreich, ihre Kündigung war unwirksam, und fünf Verhandlungen werden weitergeführt.

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Stellte im November 2012 Antrag auf Insolvenz: Die Härke-Brauerei in Peine.

Quelle: A

Die Angestellten mussten gehen, weil die Härke-Privatbrauerei Insolvenz im November 2012 angemeldet hatte. Von ursprünglich 30 Mitarbeitern erhielten 14 die Kündigung. In diesem Jahr hat die Einbecker BrauhausAG als Investor die insolvente Brauerei und 16 Angestellte übernommen (siehe Info).

Der zuständige Arbeitsrichter Lutz Bertram sagte der PAZ: „Ich werde im Spätsommer die Betriebsräte als Zeugen für die Anhörungen des Betriebsrates vernehmen.“ Warum? „Beim Erstellen des Sozialplans für die 14 gekündigten Angestellten wurde nach jetzigem Stand der Betriebsrat vom Rechtsanwalt der Härke-Insolvenzverwalterin Karina Schwarz nur mündlich und nicht schriftlich informiert.“ Daher möchte Bertram genauer erfahren, welche Vereinbarungen genau getroffen wurden.

Der Peiner Rechtsanwalt Joachim Meyer, der drei Ex-Härke-Mitarbeiter juristisch vertritt, ergänzte: „Die Verhandlungen sind gestern in sehr neutraler Atmosphäre verlaufen.“ Laut Meyer hat die Gegenseite - der Anwalt der Härke-Insolvenzverwalterin Schwarz - vor dem Arbeitsgericht deutlich gemacht, dass sie nicht bereit ist, mehr als die im Sozialplan vereinbarte Summe zu zahlen. „Wir gehen nach wie vor davon aus, dass der Betriebsrat nicht ordnungsgemäß beteiligt worden ist und die Kündigungen bereits aus diesem Grunde unwirksam sind.“

Karina Schwarz erklärte hingegen: „Ich gehe davon aus, dass mein beauftragter Rechtsanwalt alles schriftlich fixiert hat.“ Von den erfolgreichen drei Klägern wusste sie noch nichts und stellt in Aussicht, in Berufung gehen oder eine neue Kündigung aussprechen zu wollen. Die Verhandlungen vor dem Arbeitsgericht gehen weiter.

Emotional wurde gestern eine ehemalige Härke-Mitarbeiterin nach dem Gerichtstermin. Sie sagte: „Ich war viele Jahre bei Härke tätig und habe mich mit der Firma identifiziert. Es ist schlimm, dass es so weit kommen musste.“ Enttäuscht ist die Peinerin besonders von der alten Härke-Geschäftsführung. Sie betont: „Es gab nie ein Dankeschön für uns. Das tut weh.“

Und die Verhandlungen vor dem Arbeitsgericht Braunschweig gehen weiter: Es gibt neben den bisherigen acht Fällen vier weitere Klagen von Ex-Härke-Mitarbeitern, die dann am Donnerstag, 11. Juli, stattfinden.

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