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Vergewaltigungs-Prozess: Landgericht ordnet Unterbringung in Psychiatrie an

Peine Vergewaltigungs-Prozess: Landgericht ordnet Unterbringung in Psychiatrie an

Der 30-jährige Peiner, der sich wegen dreifacher Vergewaltigung vor dem Landgericht Hildesheim verantworten musste, soll in einer psychiatrischen Klinik untergebracht werden. Bis zuletzt beteuerte der Angeklagte seine Unschuld. Die 9. Große Strafkammer ordnete jedoch die weitere Unterbringung an.

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Der Angeklagte wurde gestern in Handschellen in den Gerichtssaal geführt.

Das Gericht hält den 30-Jährigen für gefährlich und ist überzeugt, dass er im Januar dieses Jahres seine damalige Lebensgefährtin vergewaltigt hat. Freigesprochen wurde er trotzdem, weil er im Moment der Taten nicht schuldfähig war. Seine psychische Erkrankung machte es ihm unmöglich, das Unrecht zu erkennen. Vom Vorwurf einer weiteren Vergewaltigung im Dezember 2013 wurde er ebenfalls freigesprochen. Damals habe die Freundin letztlich dem Sex zugestimmt, um weiteren Streit zu vermeiden.

Der psychiatrische Sachverständige Axel Wentzel erklärte, der 30-Jährige leide seit Jahren an Schizophrenie. Elf Mal wurde der Angeklagte seit 2002 in eine Klinik eingewiesen, weil er andere gefährdete. Er leide dann unter Halluzinationen und fühle sich verfolgt. Bei Einlieferung sei er oft überhaupt nicht durch Worte erreichbar gewesen. Habe sich sein Zustand stabilisiert, sei er entlassen worden. Einer freiwilligen Therapie habe er nie zugestimmt und die Medikamente abgesetzt. So kam es immer wieder zu Krankheitsschüben.

Verteidiger Dr. Erkan Altun hatte Freispruch und Aufhebung der Unterbringung für seinen Mandanten beantragt. Aus seiner Sicht seien die Aussagen der Geschädigten unglaubhaft.

Das Gericht glaubte jedoch dem Opfer. Die 25-Jährige habe sehr viele Details durchgängig geschildert. Dass sie beispielsweise nicht gleich die Polizei rief, sondern sich zuerst an Schwester und Freundin wandte, sei verständlich: „Sie hatte kein Strafverfolgungsinteresse. Sie wollte nur aus der Situation raus“, sagte der Vorsitzende Richter Rainer de Lippe.

Der Richter wandte sich am Ende der Urteilsbegründung direkt an den 30-Jährigen: „Man muss Sie nicht bestrafen, sondern behandeln.“

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