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Vergewaltigung: Peiner muss ins Gefängnis

Peine Vergewaltigung: Peiner muss ins Gefängnis

Peine . Weil er seine Ehefrau (45) im Februar 2011 heftig geschlagen und anschließend zum Geschlechtsverkehr gezwungen hat, muss ein Peiner Familienvater (49) jetzt für zwei Jahre und zehn Monate ins Gefängnis.

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Das Peiner Amtsgericht: Hier wurde verhandelt.

Quelle: A

Die Verteidigung hatte eine Bewährungsstrafe beantragt, doch das Schöffengericht konnte in der festgestellten massiven rohen Gewaltausübung des Mannes gegenüber seiner Frau keinen sogenannten minder schweren Fall erkennen, der eine Bewährungsstrafe ermöglicht hätte.

Schon lange leidet die Familie unter dem dominanten Gebaren des Vaters, doch am meisten hatte die Ehefrau auszustehen. Zwei Mal hatte sie sich sogar mit ihren vier Kindern im Frauenhaus in Sicherheit bringen müssen. Inzwischen ist das Paar geschieden, die Trennung hatte die Mutter nach jenem Vorfall eingeleitet.

Elf Monate danach wollte der Ehemann, nachdem sie die jüngste Tochter gemeinsam zur Schule gebracht hatten, in Ruhe ein paar Dinge mit ihr klären, gab er vor Gericht an. Dazu soll er sie in sein Auto gezogen und erst nach einer halben Stunde wieder herausgelassen haben.

Doch aufgrund der Beweisaufnahme wurde der Vorwurf der Freiheits-Beraubung fallen gelassen, denn die hinten eingestiegene Frau habe mehrere Gelegenheiten gehabt, den Wagen zu verlassen.

An jenem Tag im Februar 2011 rief eine Tochter (24) die Polizei, als sie ihre Mutter verletzt zu Hause vorfand.

Trotz großer Scham brachten die Frauen auch die Vergewaltigung zur Anzeige, die letztlich einen richterlichen Platzverweis und eine sechsmonatige Kontaktsperre für den Ehemann ergab. Eine Ärztin im Peiner Klinikum hatte bei der Geschädigten „Zeichen für ausgeprägte Gewalt“ gefunden - mindestens 20 Schläge gegen Rücken, Schulter und Nacken soll es gegeben haben.

Der Angeklagte räumte vor Gericht nur die Schläge ein und entschuldigte sich dafür. „Das hätte nicht sein dürfen“, sagte er. Nach mehreren Anläufen zur Bewältigung seines Problems - eine ärztliche Behandlung mit Psychopharmaka schlug fehl - hat er sich mittlerweile in die Hände der Beratungsstelle „Häusliche Gewalt“ in Peine begeben.

Dies berichtete der psychiatrische Gutachter, der bei dem Angeklagten zwar zwanghaft narzisstische und paranoide Persönlichkeitszüge, aber keine krankhaften Veränderungen festgestellt und ihn deshalb für schuldfähig erklärt hatte.

hui

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