Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
Vergewaltigung: Im Zweifel für den Angeklagten

Peine Vergewaltigung: Im Zweifel für den Angeklagten

Peine. Wegen Vergewaltigung, Misshandlung und Nötigung musste sich ein 38 Jahre alter Peiner vor dem Schöffengericht verantworten. Weil aber die Geschädigte sich bei ihren Aussagen in Widersprüche verwickelt hatte, wurde der Mann trotz zahlreicher Zeugenbefragungen und belastender Beweise freigesprochen.

Voriger Artikel
Schüsse auf Fahrschulauto: Peinerin wegen versuchten Mordes vor Landgericht
Nächster Artikel
Peiner Träger: Eggers fordert Ministerpräsident Weil zur Hilfe auf

Ein neuer Prozess stand steht zur Verhandlung im Peiner Amtsgericht an. Diesmal ging es um Vergewaltigung.

Quelle: A

„Dies ist kein Freispruch erster Klasse“, merkte der Richter in seiner Urteilsbegründung an. Nach einer Feier in Hannover habe der 38-Jährige die Frau in der Wohnung in einem Eifersuchtsanfall grob behandelt, auch sexuell, und sie schließlich sogar vergewaltigt, obwohl sich die Frau heftig wehrte, hieß es in der Anklage. Zudem habe er sie unter weiteren Drohungen genötigt, einen Schuldschein über 200 Euro aufzusetzen, tatsächlich schuldete sie ihm nur 20 Euro. Auch den Personalausweis und ihre EC-Karte habe er ihr abgenommen.

Der Beklagte bestritt mit Unterstützung seines Verteidigers die Vorwürfe und erklärte als Beweisversuch gegen eine Vergewaltigung, er und die Geschädigte seien immer noch zusammen. Neun Beteiligte mussten in den Zeugenstand, darunter drei Polizisten und eine Ärztin.

Die Verhandlung zog sich über sechseinhalb Stunden und brachte dennoch kein zufriedenstellendes Ergebnis, wie der Richter erklärte.

„Das Gericht hat sich nicht in der Lage gesehen, eine tragfähige, die Anklage stützende Beweislast zu finden“, sagte der Richter. Denn die steht und fällt mit der Geschädigten als Hauptzeugin und da hätten sich zu viele Zweifel ergeben.

So habe sie in fünf Einlassungen zum Kerngeschehen jedes Mal gravierend Abweichendes ausgesagt. Ihr äußerst ambivalentes Aussageverhalten vor Gericht sei eindeutig von dem Bestreben getragen, den Angeklagten nicht zu belasten.

Andererseits habe es Druckmarken am Hals und am Arm gegeben sowie die Auffälligkeiten im Intimbereich, die die Gynäkologin bezeugte. Dies sei also kein Freispruch, weil das Gericht von der Unschuld des Angeklagten überzeugt sei. Im Zweifelsfall habe man für ihn zu entscheiden, sagte der Richter. „Aber es bleibt ein gewisser Beigeschmack!“

hui

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Lesen Sie alles rund um das traditionsreiche Peiner Fest. mehr

Rückbau auf dem Telgter Elmeg-Gelände
Veranstaltungen

Welche Veranstaltungen und Termine gibt es im Peiner Land? In unserer Datenbank finden Sie alle Infos. mehr

Sudoku

Das Zahlenrätsel Sudoku in verschiedenen Schwierigkeitsgraden

Kinoprogramm

Jeden Donnerstag neu: alle Filmstarts in Peine und Umgebung