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Vergessenes Kunstwerk: Student und Pfarrer machten Peiner Altar in Hildesheim ausfindig

Peine Vergessenes Kunstwerk: Student und Pfarrer machten Peiner Altar in Hildesheim ausfindig

Peine. Ein Praktikum mit Entdeckerwert: Student Sebastian Brodmann ist bei seiner Archivarbeit in der Kirchengemeinde Zu den Heiligen Engeln auf ein altes Dokument gestoßen und hat mithilfe dessen und gemeinsam mit Pfarrer Thomas Blumenberg einen in Vergessenheit geratenen Peiner Flügelaltar ausfindig gemacht: Das Kunstwerk steht in der Hildesheimer Kirche St. Magdalenen.

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Der alte Peiner Flügelaltar steht nun in Hildesheim.

Quelle: oh

In dem Dokument aus dem Jahre 1887 wird ein „Flügelaltärchen“ beschrieben, das vermutlich aus dem 16. Jahrhundert stamme. 1898 habe es die Kirchengemeinde für 100 Reichsmark an das bischöfliche Generalvikariat Hildesheim verkauft.

Aus dem Dokument sei jedoch nicht hervorgegangen, um welchen Altar genau es sich handelte, so Blumenberg. „Dank der guten Beschreibung und als Hildesheimer kam mir ein Seitenaltar in der dortigen Kirche in Erinnerung“, so der Peiner. Er habe also seinen Hildesheimer Kollegen gefragt. Der habe Blumenberg aber nicht sagen können, woher die Kirche St. Magdalenen den besagten Altar hätte. Lediglich, dass er seit 1962 dort stehe. Im Inventar der Hildesheimer Kirche sei vermerkt, dass das Stück unbekannter Herkunft sei.

Nun konnte das Kunstwerk jedoch mithilfe der genauen Beschreibung im von Brodmann entdeckten Schriftstück zugeordnet werden: Im Altar-Innern sei eine spätgotische Madonna mit Kind im Strahlenkranz abgebildet. Die Flügelinnenseiten bildeten die Heilige Anna und die Heilige Elisabeth ab.

So ist der Altar vermutlich derselbe, der einst in der Peiner Burgkapelle „Heilige Engel“ gestanden hat. Hinweise darauf geben die zwei Erzengel an den beiden Außenflügeln. „Oben sollte eigentlich der auferstandene Christus sein, aber der ist verschollen“, so Blumenberg.

Der Altar sei ein Relikt mit großem kirchengeschichtlichen Wert für die Fuhsestadt. „Er steht für die Wiedereinführung katholischer Gottesdienste in Peine“, erklärt der Pfarrer. In der Burgkapelle wurden um 1625 während der Rekatholisierung wieder heilige Messen gefeiert. „Vermutlich hat der berühmte Pater Friedrich Spee an diesem Altar den Gottesdienst zelebriert“, so Blumenberg.

Wo aber das Kunstwerk in der Zeit seit dem Verkauf aus Peine 1898 bis zum Aufbau in Hildesheim 1962 gestanden hat, ist unklar.

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