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Verdi fordert Mindestlohn von 8,50 Euro -12 720 Peiner arbeiten im Niedriglohnsektor

Kreis Peine Verdi fordert Mindestlohn von 8,50 Euro -12 720 Peiner arbeiten im Niedriglohnsektor

Die Gewerkschaften schlagen Alarm: Im Kreis Peine arbeiten 12 720 Menschen für einen Niedriglohn. Sie verdienen weniger als 8,50 Euro pro Stunde.

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„Mindestlohn“ steht auf den Papp-Händen, die eine Frau vor dem Bundeskanzleramt in Berlin hochhält. Die Gewerkschaften fordern mindestens 8,50 Euro pro Stunde.

Quelle: A

Das ist das Ergebnis einer Studie vom Pestel-Institut in Hannover. Die Wissenschaftler haben darüber hinaus untersucht, welche positiven Effekte ein gesetzlicher Mindestlohn für die heimische Wirtschaft hätte: „Die Kaufkraft im Kreis Peine würde um 27,3 Millionen Euro pro Jahr steigen. Vorausgesetzt, jeder Beschäftigte verdient künftig mindestens 8,50 Euro pro Stunde“, sagt Matthias Günther vom Pestel-Institut. Er erwartet, dass der Zuwachs an Kaufkraft nahezu eins zu eins in den Konsum gehen würde.

Für die Gewerkschaften Verdi und Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) sind die Ergebnisse der Studie ein klares Argument für die sofortige Einführung eines gesetzlichen Mindestlohnes von 8,50 Euro. Beide Gewerkschaften hatten die Untersuchung in Auftrag gegeben. „Wer den ganzen Tag arbeitet, muss mit dem, was er verdient auch klarkommen können. Das klappt aber nicht, wenn Dumpinglöhne gezahlt werden“, sagt der stellvertretende Geschäftsführer des Verdi-Bezirks Region Süd-Ost-Niedersachsen, Lothar Richter.

Niedriglöhner seien gezwungen, kürzer zu treten und Verzicht zu üben. „Sie können am Leben nicht richtig teilnehmen. Das fängt schon beim Bus- und Bahnticket an. Für Ausflüge und selbst für Verwandtenbesuche reicht das Geld oft nicht“, sagt Lothar Richter. Ein Niedriglohn bedeute automatisch „eine Lebensqualität dritter Klasse“. Und Manfred Tessmann (NGG) wirft Lohndumping-Arbeitgebern vor, sie würden sich ihre „Geiz-Löhne“ vom Steuerzahler subventionieren lassen. „Nämlich dann, wenn Menschen einen sozialversicherungspflichtigen Teilzeit- oder Vollzeitjob haben, aber so wenig verdienen, dass der Staat mit Hartz IV drauflegen muss. Solche Arbeitgeber sind schlichtweg unanständig“, so der Gewerkschafter.

 tk

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