Volltextsuche über das Angebot:

20 ° / 13 ° Regenschauer

Navigation:
„Verantwortungslos ohne Ende“

Peiner Südstadt „Verantwortungslos ohne Ende“

„Ich muss ‚Pauli‘ retten: Das war mein erster Gedanke“, sagt Karl-Heinz Sommer. Nach dem Hunde-Angriff auf seinem Grundstück sitzt dem 77-Jährigen der Schreck in allen Gliedern. Gerade war er dabei, die ersten Blumen zu pflanzen, als plötzlich ein fremder Hund durchs Gartentor lief: „Keinen Wimpernschlag später hat er angegriffen“, sagt Sommer.

Voriger Artikel
„Wir freuen uns über große, helle Mensa“
Nächster Artikel
Johnson Controls übernimmt Benoac in Peine

Sind nach dem Angriff noch immer geschockt: Andrea Jockesch, Karl-Heinz Sommer und Jack-Russell-Terrier „Pauli“.

Quelle: Christian Bierwagen

Peine. Das Opfer: „Pauli“, der siebeneinhalb Jahre alte Jack-Russell-Terrier von Sommers Tochter Andrea Jockesch. „Seit ‚Pauli‘ klein war, spielt er jeden Tag in diesem Garten. Das ist sein zweites Zuhause“, sagt die Besitzerin. Doch jetzt ist die Idylle für „Pauli“ zerstört: „Er steht immer noch unter Schock. Die ganze Nacht hat er gezittert und sich im Halbstundentakt erbrochen“, sagt Jockesch.

Die Rasse des fremden Hundes kann Sommer nicht benennen: „Schwarz war er und etwas kleiner als ein Schäferhund.“ Bei den Besitzern habe es sich um ein Pärchen Ende 30 gehandelt. „Er hatte schulterlange Haare und ein Basecap auf, sie hatte rote Haare“, erinnert sich Sommer.

Um den Angriff hätten sie sich überhaupt nicht gekümmert, selbst dann nicht, als Sommer sie ansprach: „Die haben einfach die Straßenseite gewechselt und waren in Sekundenschnelle verschwunden“.
Beherzt ging der Rentner dazwischen und konnte den fremden Hund vertreiben: „Ich bin froh, dass es in meiner Gegenwart passiert ist. Im Zweifelsfall reicht ein Biss, und ‚Pauli‘ ist tot“, sagt Sommer.

Als Ergebnis des Zwischenfalls zeigt sich am Hals des Terriers eine mehrere Zentimeter lange Wunde. Sie musste mit fünf Klammern geschlossen werden. Dabei hatte „Pauli“ noch Glück: „Gott sei Dank wurde nur die Unterhaut verletzt. So etwas kann gefährlich ausgehen“, sagt Tierärztin Friedrike Schmidt.

Trotzdem macht „Pauli“ der Angriff zu schaffen: „Er sitzt einfach nur da und will nicht einmal auf dem Arm“, sagt Jockesch. Die Kaltblütigkeit der Besitzer macht sie wütend: „Die sind doch auch Tierhalter. Wie würden die reagieren, wenn ihnen selbst so etwas passiert?“ Vor allem kann Jockesch nicht begreifen, warum der fremde Hund nicht angeleint war: „Wenn er in der Feldmark frei läuft, ist das ja in Ordnung. Aber hier kann auch mal ein Kind spielen. Das war verantwortungslos ohne Ende.“

Andre Ziegenmeyer

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Stadt Peine

Lesen Sie alles rund um das traditionsreiche Peiner Fest. mehr

157d6b0e-8102-11e7-8a9d-ecf16cf845db
„Begehbare Kunst!“: Impressionen von der Vernissage

In seinem Atelier 53 in Groß Ilsede interpretiert Fritz Lutz mit Teppichstücken Werke namhafter Künstler.

Veranstaltungen

Welche Veranstaltungen und Termine gibt es im Peiner Land? In unserer Datenbank finden Sie alle Infos. mehr

Sudoku

Das Zahlenrätsel Sudoku in verschiedenen Schwierigkeitsgraden

Kinoprogramm

Jeden Donnerstag neu: alle Filmstarts in Peine und Umgebung