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Vater missbrauchte Töchter: Bewährung

Gericht Vater missbrauchte Töchter: Bewährung

Peine/Hildesheim. Wegen sexuellen Missbrauchs seiner beiden Töchter wurde gestern ein 51 Jahre alter Vater aus Lahstedt verurteilt. Die zehn Taten, über die die Jugendkammer des Hildesheimer Landgerichtes urteilte, liegen teilweise über zehn Jahre zurück.

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Das Landgericht Hildesheim.

Quelle: Archiv

Um den beiden Töchtern eine Aussage vor Gericht zu ersparen, hatten sich die Prozessbeteiligten auf einen Strafrahmen zwischen zwei und zweieinhalb Jahren im Falle eines Geständnisses geeinigt. Der 51-Jährige räumte daraufhin die Vorwürfe ein: Er habe aber keine pädophilen Neigungen. Es sei vielmehr aus der Situation heraus beim Kuscheln mit den Töchtern zu den Taten gekommen.

2003 offenbarte sich die ältere Tochter ihrer Mutter, die ihren Mann zur Rede stellte. Der gab den Missbrauch zu, daraufhin verließ seine Frau ihn mit den Kindern. Die Töchter hätten aber noch lange unter der Tat gelitten, sagten sie.

Die ältere der beiden (24) betonte, sie habe lange sich selbst die Schuld gegeben und sich Männern an den Hals geworfen, um das „miese Gefühl“ zu wiederholen. 2010 entschloss sie sich zur Anzeige, erlitt danach einen Zusammenbruch. Erst nach monatelanger Therapie könne sie wieder ohne Medikamente leben. Das Kind in ihr wolle dem Vater verzeihen, „aber eigentlich will ich das nicht“.

Obwohl der Vater, der seit 2009 wieder verheiratet ist, im Jahr 2003 vor der Familie die Taten gestanden hatte, stritt er sie nach der Anzeige zunächst ab. Dadurch blieben den Opfern ausführliche richterliche Aussagen nicht erspart, auch wenn sie diese vor Gericht nicht wiederholen mussten. Der 51-Jährige sagte, er habe die Taten verdrängt: „Mir ist erst in den letzten zwei Jahren bewusst geworden, was ich meinen Kindern angetan habe. Es tut mir schrecklich leid.“

Das Urteil: Zwei Jahre Haft auf Bewährung sowie eine Strafe von 6000 Euro, zu zahlen an eine Beratungsstelle für sexuell missbrauchte Mädchen.

bar

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