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Vater drohte Jugendamt-Mitarbeiter mit Säureanschlag

Peine Vater drohte Jugendamt-Mitarbeiter mit Säureanschlag

Peine. Anlässlich eines so genannten Hilfsplangesprächs im April vergangenen Jahres über eins seiner Kinder hat ein Lastwagenfahrer (46) aus Peine die Nerven verloren. Das Gespräch lief völlig aus dem Ruder: Er soll Mitarbeitern des Jugendamts und den Pflegeeltern seines Sohns gedroht haben, „das mit Säure oder mit Chemie zu regeln“, wenn er seinen Sohn nicht an Pfingsten bei sich hätte.

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Amtsgericht Peine: Hier wird die Verhandlung am nächsten Dienstag fortgesetzt.

Quelle: A

Diesem Eklat voraus ging offensichtlich eine lange Leidensgeschichte zwischen dem Mann und dem Jugendamt, auf die in dieser Verhandlung nur ein Blitzlicht fiel. Der Angeklagte hatte in besagtem Gespräch die Pflegeeltern seines Sohnes beschuldigt, diesen zu misshandeln. In dem Dialog war es ursprünglich unter anderem um den Wunsch des geistig behinderten Jungen gegangen, sich konfirmieren zu lassen. Doch der Angeklagte verließ unvermittelt den Raum, kehrte plötzlich zurück, wandte sich mit geballten Fäusten dem Pflegevater zu und drohte diesem.

Zudem soll er eine Sozialarbeiterin, die sich bemühte, den wütenden Vater zur Tür zu geleiten, direkt bedroht haben: „Du bist die Erste, und dann alle anderen!“ Ähnlich dieser Beschreibung des Pflegevaters (46) schilderten auch dessen Frau (39) und eine weitere Mitarbeiterin des Jugendamts die Vorgänge im Besprechungszimmer.

Leider war jene Sozialpädagogin, die der Angeklagte direkt bedroht haben soll, als Zeugin verhindert. Sie hätte Klarheit in die Frage des Verteidigers bringen können, ob sein Mandant sie tatsächlich direkt bedroht hatte oder ob diese Aussage eher im Nachhinein der Fantasie der geschockten Anwesenden zuzurechnen sei. Denn in den polizeilichen Vernehmungsprotokollen tauche der Satz nicht auf, war dem Rechtsanwalt aufgefallen. Zudem räumten die Zeugen diese Möglichkeit teilweise ein.

Strittig sei weiterhin der Vorwurf der direkten Drohung, so der Anwalt. Denn aus den Akten gehe hervor, dass der Angeklagte gesagt habe, er wolle sich überlegen, ob er dies mit Säure regeln werde. Dies sei juristisch ein großer Unterschied. Diese Feinheiten mithilfe der Zeugin klären zu können, darauf hofft das Gericht bei der Fortsetzung der Verhandlung am Dienstag, 20.Mai, um 14.30 Uhr.

hui

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