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Urteile im Kokain-Prozess erwartet

Peine Urteile im Kokain-Prozess erwartet

Peine. Ein spektakulärer Fall von internationalem Drogenhandel neigt sich dem Ende zu. Derzeit läuft ein Prozess in Darmstadt - am Schmuggel war war offenbar auch eine Transportfirma aus Peine beteiligt.

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Etwa 280 Kilo Kokain und 73 Kilo Streckmittel stellten die peruanischen Behörden am 3. Januar 2012 am Flughafen von Callao in Peru sicher. BKA-Beamte durchsuchten auch Häuser in Peine.

Quelle: A

Morgen werden am Landgericht Darmstadt die Ergebnisse der peruanischen Ermittlungsbehörden vorgestellt, am Freitag, 24. Juli, sollen dann die Urteile gegen die drei Haupttäter Christian H. (49), Hans L. (45) und Cosmin W. (40) gesprochen werden. Sie werden beschuldigt, im großen Stil Kokain aus Südamerika über Dänemark nach Deutschland geschmuggelt zu haben. Daran beteiligt war offenbar auch eine Transportfirma aus Peine, zudem hoben die Fahnder eine Art Zwischenlager in Peine aus.

Rückblick: 90 Beamte des Bundeskriminalamts (BKA) durchsuchten am 21. Mai vergangenen Jahres bundesweit 22 Wohn- und Geschäftsgebäude, darunter drei Häuser in Peine. Dabei wurden Drogen in geringer Menge, Geschäftsunterlagen, Computer und Mobiltelefone beschlagnahmt. Später stellte sich heraus, dass einer der Haupttäter familiäre Kontakte nach Peine hatte. Mit Lastwagen aus Peine sollen präparierte Maschinenteile, in denen später Kokain geschmuggelt wurde, nach Dänemark geschafft, und Kokain von Dänemark nach Deutschland transportiert worden sein.

Den Coup vorbereitet hatten die drei Beschuldigten nach Angaben der Sprecherin des Darmstädter Landgerichts, Christa Pfannenschmidt, bereits 2010: „Das Rauschgift sollte versteckt in Maschinen-Keilriemenscheiben als legale Handelsware eingeführt werden. Über eine Spedition wurden die Attrappen sowie eine weitere Kiste mit Werkzeug zuerst nach Dänemark und dann mittels Seefracht nach Callao (Peru) versandt.“

In der Anklageschrift heißt es: Nach Ankunft der Kisten am 17. Juni 2011 flogen die Angeklagten L. und W. nach Peru und versteckten das Kokain in den Riemenscheiben. Eine von L. in Peru gegründete Firma beauftragte den Versand per Luftfracht. Empfänger war eine in der Zwischenzeit von H. gegründete dänische Firma. Darüber hinaus dienten weitere Firmen in Südamerika dazu, den Rauschgifthandel durch vermeintlich legale wirtschaftliche Aktivitäten zu verschleiern.

Bei einer Stichproben-Kontrolle durch die peruanischen Zollbehörden wurden am 3. Januar 2012 insgesamt 280 Kilogramm Kokain und 73,12 Kilo Streckmittel am Flughafen von Callao in Lima (Peru) sichergestellt. Die Spur führte schließlich zu den drei Tätern, die zuletzt in Hessen, Bayern und Spanien lebten. Ihnen wird internationaler Handel mit Kokain in nicht geringen Mengen vorgeworfen. Sie befinden sich derzeit noch in Untersuchungshaft.

Der Prozess zieht sich bereits über sechs Monate hin. Zuletzt mussten die Ergebnisse der Ermittlungsbehörden aus Peru übersetzt und für das Landgericht aufbereitet werden.

mic

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