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Urteil gegen 30-Jährigen: Freispruch und 900 Euro Strafe

Peine Urteil gegen 30-Jährigen: Freispruch und 900 Euro Strafe

Peine . Einen Freispruch bei der Anklage wegen Körperverletzung und eine Geldstrafe in Höhe von 900 Euro wegen Bedrohung erhielt ein angeklagter Peiner vor dem Amtsgericht.

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Das Amtsgericht in Peine.

Quelle: A

Dem 30 Jahre alte Mann wurde vorgeworfen, im September vergangenen Jahres seine Frau mit zwei Fausthieben erheblich im Gesicht verletzt und sie anschließend mit Fußtritten in den Rücken getroffen zu haben. Daraufhin kam die Frau ins Krankenhaus und ging anschließend aus Angst vor ihrem Ehemann ins Frauenhaus.

Da sie einige Dinge für sich und ihre zwei kleinen Kinder benötigte, bat sie einige Tage später die Polizei, sie in die gemeinsame Wohnung zu begleiten. Dies geschah, wobei es zum zweiten Anklagepunkt, also zur Bedrohung, kam. Der Angeklagte ging im Verlauf dieses Besuchs mit einem Messer und dem Ruf „ich steche euch alle ab“ auf einen der zwei Polizeibeamten los, der daraufhin seine Waffe zog und den Täter zum Wegwerfen des Messers aufforderte. Dieser Aufforderung kam der Angeklagte nach.

Vor Gericht war jetzt die Ehefrau geladen, die von ihrem Recht der Aussageverweigerung Gebrauch machte. Der vorsitzende Richter erklärte in der Urteilsbegründung, dass Fälle von häuslicher Gewalt nur dann bestraft werden können, wenn auch Aussagen gemacht werden. „Die Reichweite des Gerichts verpufft, wenn Aussagen zurückgenommen werden“, erklärte er. Die Eheleute haben sich in der Zwischenzeit versöhnt und leben wieder in einer gemeinsamen Wohnung.

Ebenfalls als Zeuge geladen war der Polizeibeamte, der damals in die bedrohliche Situation kam. Ihm fiel es schwer, über die Tat zu sprechen. Die Geschehnisse haben den gestandenen Beamten so sehr mitgenommen, dass er mehrfach psychologische Hilfe in Anspruch nehmen musste. Er schilderte glaubhaft die Vorgänge, während sich der Angeklagte zu diesem Punkt nicht äußerte. Abschließend sagte dieser nur, dass es ihm leid täte und er ausgerastet sei, weil er seine Kinder und seine Frau für verloren glaubte.

Für die Staatsanwaltschaft war klar, dass der Angeklagte sich der Bedrohung strafbar gemacht hatte und forderte eine Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu je zehn Euro. Dieser Forderung kam das Gericht nach. Der Richter erklärte: „Die Bedrohung steht außer Frage, der Polizeibeamte war immerhin kurz vorm Abdrücken, sodass die Strafe angemessen ist.“

bol

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