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Urteil: Zwei Jahre und drei Monate Haft für Heiratsschwindler

Peine Urteil: Zwei Jahre und drei Monate Haft für Heiratsschwindler

Peine. Schuldig lautete das Urteil in dem Prozess um den Heiratsschwindler, der unter anderem eine Frau unter Vorspiegelung falscher Tatsachen um 50 000 Euro betrog (PAZ berichtete). Zu zwei Jahren und neun Monaten Freiheitsstrafe verurteilte ihn jetzt das Schöffengericht im Peiner Amtsgericht.

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Statt um Liebe ging es für den Angeklagten offenbar doch nur um Geld.

Sein Mitangeklagter wurde vom Vorwurf des Betrugs freigesprochen. Wegen Schwarzfahrens muss er allerdings eine Geldstrafe von 900 Euro zahlen.

Bereits am zweiten von drei anberaumten Verhandlungsterminen konnte das Urteil verkündet werden. Die Aussagen der acht Zeugen, darunter die der um 50 000 Euro geprellten Frau (41), wertete das Gericht als glaubhaft und schlüssig, sodass es die Mehrheit der Tatvorwürfe als bestätigt sah.

So hatte der 37-Jährige Mitte vergangenen Jahres die 41-Jährige kennengelernt. Um sie, wie er sich einem Bekannten anvertraute, „ins Bett zu kriegen“, gab er sich als Chirurg aus und dichtete auch noch einen Adelstitel zu seinem Namen hinzu. „Für ihren Anteil an einer gemeinsamen Zukunft“, hieß es in der Anklage, forderte er sie auf, sich mit 50 000 Euro in den gemeinsamen Kauf eines Hauses einzubringen. Die nach eigenem Bekunden damals sehr verliebte Frau übergab ihm das Geld - etwa die Hälfte aus eigenen Ersparnissen, die andere von ihrer Mutter. Eine Quittung ließ sie sich in gutem Glauben nicht ausstellen. Außerdem sah das Gericht noch zwei weitere Betrugsfälle und den Vorwurf der falschen Verdächtigung als bestätigt an.

Als strafverschärfend wertete der Richter, dass der Delinquent nur ein Jahr nach der Verurteilung zu einer Bewährungsstrafe „nach bewährtem Muster“ wieder straffällig geworden sei, sagte er - nach dem damaligen Scheckbetrug diesmal mit einer Liebesfalle. Es sei menschlich in höchstem Maße verachtenswert, die Zuneigung und Leichtgläubigkeit der Geschädigten solchermaßen auszunutzen. „Wir haben es hier mit einem Menschen zu tun, der sich um Gefühle anderer Menschen und fremdes Eigentum überhaupt nicht schert“, sagte der Richter.

Vom Tatvorwurf des Betrugs an einem Rechtsanwalt wurden beide freigesprochen. Das änderte allerdings für den Älteren nichts am Strafmaß.

hui

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