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Urteil: Glaswurf beim Lengeder Schützenfest

Peine Urteil: Glaswurf beim Lengeder Schützenfest

Peine. Weil er beim Lengeder Schützenfest Ende Mai nach einer Auseinandersetzung mit einem Bierglas warf, musste sich ein 21-jähriger Lengeder vor dem Peiner Amtsgericht verantworten. Drei Zeugen belasteten ihn schwer - das Opfer (16), das sich eine zwei Zentimeter lange Platzwunde zugezogen hatte, war sich hingegen sicher: Der 21-Jährige hatte ihn nicht beworfen.

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Unterschiedliche Szenarien schilderten die Zeugen in dem Fall vor dem Peiner Amtsgericht.

Quelle: Archiv

„Die Beweisaufnahme hat kaum Licht ins Dunkel gebracht“, resümierte die Staatsanwältin nach der knapp 2,5-stündigen Verhandlung am Amtsgericht. Dabei hatte das Gericht sechs Zeugen geladen - doch die zeichneten viele unterschiedliche Szenarien der Schützenfestnacht.

Sicher ist: Der 21-jährige Angeklagte feierte mit seiner Freundin sowie einem Arbeitskollegen (29), dessen Lebensgefährtin und einem Freund auf dem Festzelt, als ihn eine „Ex-Bekanntschaft“ seiner Freundin absichtlich anrempelte. Der Angeklagte schüttete daraufhin den Inhalt seines Bierglases über die „Ex-Bekanntschaft“, diese verließ das Festzelt daraufhin.

Von diesem Streit animiert, schalteten sich weitere Jugendliche ein. Der Angeklagte schilderte: „Die wollten mir ans Hemd. Ich hatte ein bisschen Angst und habe als Abwehr mein Glas geworfen.“ Allerdings habe er nicht kräftig geworfen und niemanden getroffen.

Auch der Arbeitskollege hatte sich in die Auseinandersetzung eingeschaltet - und laut Aussage des 16-jährigen Opfers war eben dieser der Werfer. Der 29-Jährige, dessen Lebensgefährtin und sein bester Freund waren sich indes sicher, dass der Angeklagte das Bierglas verworfen habe. Die Freundin des Angeklagten hingegen stützte die Aussage des 21-Jährigen.

Aufklären konnte das Gericht den tatsächlichen Sachverhalt nicht. Da aufgrund des Geständnisses des Beschuldigten aber zumindest ein Wurf sicher festzustellen war, wurde er wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung zu einer Geldauflage von 500 Euro an eine gemeinnützige Organisation verurteilt.

js

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