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Urteil: Bankräuber müssen für siebeneinhalb Jahre ins Gefängnis

Hildesheim Urteil: Bankräuber müssen für siebeneinhalb Jahre ins Gefängnis

Hildesheim. Das Landgericht Hildesheim hat zwei Brüder wegen bewaffneter Banküberfälle zu Haftstrafen von sieben Jahren und sechs Monaten verurteilt. Unter anderem hatten sie bei einem Überfall ein in Peine gestohlenes Fahrzeug als Fluchtauto benutzt.

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Vor Gericht: Die beiden mutmaßlichen Bankräuber neben den Rechtsanwälten Kai Löwenberger (rechts) und Michael Hoppe.

Quelle: A

Die 34 und 25 Jahre alten Männer hatten die Volksbank-Filialen in Garßen bei Celle und Uetze-Dollbergen ausgeraubt und zusammen 86 000 Euro erbeutet. Beim Überfall auf die Sparkassen-Filiale in Hillerse/Kreis Gifhorn im Mai dieses Jahres wurde ein Täter gefasst, der andere stellte sich.

Es sei ein ungewöhnliches Verfahren gewesen, sagte der Vorsitzende Richter Rainer de Lippe in der Urteilsbegründung: Weil zwei bis dahin rechtschaffene Männer durch Schicksalsschläge derart aus der Bahn geworfen wurden, dass sie mit erheblicher krimineller Energie diese Taten planten und durchführten. Ungewöhnlich aber auch wegen der umfassenden, frühzeitigen Geständnisse: „Die Angeklagten sind in Vorleistung getreten“, sagte de Lippe. Der 34-Jährige war gar mit dem Kofferraum voller Beweisstücke bei der Polizei vorgefahren, um sich zu stellen.

Die beiden Brüder hatten sich 2012, beide befanden sich in einer Lebenskrise, zu den Taten entschlossen. So hatte der Ältere als Selbstständiger hohe Schulden und wusste sich nicht mehr zu helfen. Der Jüngere hatte nach schwerer Krankheit seine Laufbahn als Berufssoldat und somit seinen Lebenstraum aufgeben müssen.

Gegen die Angeklagten sprach der durchdachte Tatplan. Sie führten eine geladene Pistole mit, waren maskiert und mit Funkgeräten ausgestattet. Außerdem leiden die Opfer zum Teil bis heute unter den Folgen des Überfalls, hatten während der Taten Todesangst.

Die Brüder hatten sich bei den Zeugen persönlich entschuldigt und erklärten beide, sie wollten sich um Wiedergutmachung bemühen. „Ich werde ein besserer Mensch“, sagte der 25-Jährige.

Beide nahmen das Urteil an. Das Strafmaß entspricht dem Antrag von Staatsanwalt Sebastian Al Hares, die Verteidiger Michael Hoppe und Kai Löwenberger hatten auf sieben Jahre plädiert.

bar

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