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Unterricht im „Weißen Schwan“: Nicht alle Burgschüler sind begeistert

Peine Unterricht im „Weißen Schwan“: Nicht alle Burgschüler sind begeistert

Ungewöhnliche Vormittags-Gäste gibt es derzeit im „Weißen Schwan“. In Peines ältester Traditionsgaststätte werden seit dieser Woche Fünftklässler der Burgschule unterrichtet, weil dort Räume fehlen. Doch an der Übergangslösung gibt es auch Kritik.

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Der „Weiße Schwan“: Die Gaststätte steht seit zwei Jahren leer, nun sind im Foyer und im Saal Unterrichtsräume eingerichtet worden.

„Einige Eltern haben dafür kein Verständnis“, sagt stellvertretend ein Vater eines betroffenen Schulkindes. Am 17. Februar findet ein Elternabend statt, bei dem die betroffenen Eltern der 30 Schüler aus den beiden fünften Klassen über das Thema diskutieren werden. Mit dabei ist auch Schulleiter Jan-Philipp Schönaich, der die Maßnahme erklären wird.

Hintergrund des Ganzen sind die Sanierungsmaßnahmen der Naturwissenschafts-Räume (siehe Info-Kasten). Während der Arbeiten können sie nicht genutzt werden und fehlen daher. „Wenn der Physik-Raum fehlt, kann man den Physik-Unterricht doch einfach im Klassenraum machen“, entgegnet der Vater eines betroffenen Schulkindes aus der fünften Klasse.

Klingt auf den ersten Blick plausibel, doch die Sache hat einen Haken. Denn: Die älteren Schüler haben ein Kurssystem, die jüngeren Wahlpflichtkurse. Und für diese werden nun einmal mehr Räume benötigt als es „feste“ Klassenräume gibt.

Ein weiterer Kritikpunkt ist die Isolation der Fünftklässler vom restlichen Schulleben. „Mein Kind ist ganz unglücklich, dass es nicht auf dem Schulhof die Möglichkeit hat, sich mit Bekannten aus anderen Jahrgängen auszutauschen“, erklärt der betroffene Vater.

„Dafür können die Fünftklässler, die ja neu an der Schule sind, besser zusammengeführt werden“, argumentiert Schönaich und nennt einen weiteren Grund, warum der Unterricht der Jüngsten ausgelagert wurde: „Die fünften Klassen sind mit Abstand die Jahrgangsstufe mit den wenigsten Schülern.“

Die Info, dass sie umziehen müssen, hatten die Schüler übrigens erst etwa eine Woche vorher erhalten. Doch auch die Rückkehr könnte kurzfristig möglich sein. Schönaich: „Nach den Osterferien werden wir darüber nachdenken, ob wir die Schüler sogar schon vor den Sommerferien wieder zurückführen können.“

ale

INFO

Burgschule: Der Weg zur Sanierung

Oktober 2013: Vier Chemie-, Physik- und Biologieräume werden geschlossen, weil sie nicht mehr sicher genug sind.

November 2013: Die Stadt verspricht Hilfe in Höhe von rund 300 000 Euro. Auch der Landkreis kündigt an, sich an der Sanierung zu beteiligen.

Januar 2014: Der Sperrvermerk für den Stadt-Haushalt wird aufgehoben. Die Kosten der Sanierung stehen fest: 310 000 Euro.

Februar 2014: Planungen und Arbeiten laufen, die beiden fünften Klassen müssen für maximal ein Halbjahr in den „Weißen Schwan“ umziehen.

ale

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