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Unterkünfte für Asylbewerber in Peine

Peine Unterkünfte für Asylbewerber in Peine

Die Flüchtlingswelle kommt:250 neue Asylbewerber hat das Land Niedersachsen bis Ende September für Peine angekündigt (PAZ berichtete). Während die ersten bereits ihre Unterkünfte bezogen haben, schafft die Verwaltung den noch fehlenden Raum.

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Fröhliche Gesichter: Diese Kinder leben mit ihren Familien im Jugendgästehaus der Stadt an der Woltorfer Straße.

Quelle: mic

Peine. Insgesamt 480 Flüchtlinge werden sich bis Ende des Jahres in Peine aufhalten. Für sie reicht der Platz aus. Werden es mehr, was wahrscheinlich ist, kommen die Aufnahmekapazitäten an ihre Grenzen.

Die Stadt Peine müsste dann über „Notlösungen“ wie die Unterbringung von Flüchtlingen in Hallen oder Containern nachdenken. Denn weitere Gebäude stehen derzeit nicht zur Verfügung. Für die Verwaltung stellt sich mit Blick auf die Haushaltssituation außerdem die Frage der Finanzierbarkeit.

Wie die Situation der Unterbringung aktuell in Peine ist, und welche Anstrengungen die Stadtverwaltung unternimmt, um für die neue Flüchtlingswelle gerüstet zu sein, erläuterten Bürgermeistermeister Michael Kessler, Stadtrat Friedhelm Seffer, Bauamtsleiter Florian Hahn und Bernd Schmidt (zuständig für die Wohnunterkünfte) vor Ort. Knapp eine Million Euro hat die Stadt in jüngster Zeit für die Unterkünfte ausgegeben.

! Im Jugendgästehaus der Stadt an der Woltorfer Straße sind seit einigen Wochen 27 Flüchtlinge untergebracht. Größtenteils handele es sich dabei um Familien mit Kindern, die zum Teil zuvor schon in anderen Unterkünften in Peine untergebracht waren, erläutert Seffer. Generell achte die Stadt Peine sehr darauf, dass die Bewohner der Unterkünfte „gut zueinander passen“. Das 2002 eröffnete Jugendgästehaus befindet sich in einem sehr guten baulichen Zustand, im Kellergeschoss gibt es Freizeitmöglichkeiten wie einen Billardtisch. Mit den Bewohnern gebe es keine Probleme, alle hielten sich an die Regeln, so Seffer.

• Direkt gegenüber dem Jugendgästehaus befindet sich das Haus mit der Nummer 63, das die Stadt vergangenes Jahr für rund 214000 Euro saniert und hergerichtet hat. Aktuell leben auf den zwei Etagen zwei Familienverbände mit jeweils 6 bis acht Personen aus Serbien. Ihnen steht ein kleiner Garten zur Verfügung. Aus Sicht der Stadt ergeben sich im Hinblick auf die räumliche Nähe zum Jugendgästehaus gewisse Synergieeffekte, was Hausmeistertätigkeiten anbelangt.

• Noch komplett hergerichtet werden muss das ehemalige Post-Gebäude am Lehmkuhlenweg, direkt neben dem bestehenden Asylbewerberheim. Dieses hatte die Stadt vergangenes Jahr gekauft und soll nun unter dem Projektnamen „LKW 27“ für insgesamt 420000 Euro renoviert werden. 75 bis 90 Personen sollen dort auf zwei Etagen untergebracht werden. Zu dem Gebäude gehört ein etwa 10000 Quadratmeter großes Grundstück. Im Einfahrtsbereich befindet sich zudem eine Tankstelle, die noch betrieben wird.

• Für rund 60000 Euro werden derzeit der Gaststättenbereich und die ehemaligen Vereinsräume der PTC-Halle am Herzberg hergerichtet. Bis März soll der Umbau abgeschlossen sein und Platz für etwa 29 Personen bieten. Weiteren Raum gebe es bei einer Zuweisung weiterer Flüchtlinge im Notfall noch in der Tennishalle. „Aber nur dann, wenn es wirklich keine andere Lösung mehr gibt“, sagt Bürgermeister Michael Kessler. Ein Umbau der Halle wäre zudem sehr teuer. So oder so: Eine anderweitige Nutzung der PTC-Halle, für die es zwischenzeitlich Pläne für eine Soccer-Arena gab, ist mit der Unterbringung von Flüchtlingen ausgeschlossen.

Fazit des Rundgangs: Die Stadt hat bereits große Anstrengungen unternommen, um ausreichend – aber auch vor allem menschenwürdige – Unterkünfte zu schaffen, viel Geld und Zeit investiert. Die Frage bleibt: Wie geht es weiter? Doch das hängt davon ab, wie viele Flüchtlinge noch kommen. Und das weiß niemand so genau.

mic

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