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Ungewöhnliche Lesung in Friedhofskapelle

80 Krimifreunde kamen Ungewöhnliche Lesung in Friedhofskapelle

„Leben inmitten des Todes“ - unter diesem Motto begrüßten Barbara Grobe vom St.-Jakobi-Friedhof und Frank O. Witt vom Evangelischen Trauerhaus rund 80 Peiner Krimifreunde. Stimmungsvoll mit Fackeln und Kerzen waren Weg und Friedhofskapelle erleuchtet und bildeten den besonderen Rahmen einer ungewöhnlichen Lesung.

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Besondere Lesung: Sechs Autoren lasen aus ihren Peine-Krimis.

Peine. Sowohl ein Krimi als auch die Bibel - „Sex and Crime bis hin zum Brudermord“ - leuchteten die tiefsten Abgründe menschlichen Lebens aus, sagte Witt in seiner Begrüßung. Elf Autorinnen und Autoren haben den Sammelband „Peine - stahlhart und todsicher“ geschrieben, sechs von ihnen lasen aus ihren Geschichten: In Kathrin Boltes und Jürgen Hertwigs Geschichten spielte das Peiner Freischießen eine zentrale Rolle, bei Marion Eßmann war es der Burgpark und bei Ralf Droese eine Laubenkolonie. Ulli Schmidt und Sabine Schymosch zeigten, wie aus alltäglichen Sticheleien mordlüsterne Gedanken entstehen können.

Schymosch las ferner Kurzkrimis, die auf eine Postkarte passen. Nach der Pause überreichte sie im Namen der Autorinnen und Autoren den Erlös einer der vorigen Veranstaltungen an die Peiner Hospizbewegung an deren Vorstandsmitglied Pfarrer i. R. Eckehard Fröhmelt.

Zum Ende des Abends freute sich Witt darüber, den Trauerhaus-Anteil am Eintrittsgeld für die Selbsthilfegruppe Lichtkinder der Hospizbewegung spenden zu können. Lichtkinder sind Kinder, „die sterben, bevor sie eigentlich leben können“. Diese Kinder unter 500 Gramm Gewicht werden vom Jakobi-Friedhof und den vier Kernstadt-Bestattern kostenfrei beigesetzt.

Er bat alle Besucher, auch tagsüber auf den Friedhof zu kommen, und schloss den Abend mit Luthers Abendsegen. „Obwohl die Veranstaltung nicht unumstritten ist, hat sie doch den Friedhof und das spezifisch christliche Verständnis von Tod und Leben in die Diskussion gebracht“, zeigte sich der Theologe nachdenklich zufrieden.

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